Mit Trampe-Brinkmann hat SPD die Wahl
Thomas Trampe-Brinkmann, hier mit der Landtagsabgeordneten Annette Watermann-Krass, möchte für die SPD als Kandidat in den Bundestagswahlkampf ziehen.

„Das ist gute demokratische Praxis, den Delegierten die Wahl zu lassen“, begründet Trampe-Brinkmann seine Entscheidung. Die erste Hürde wird allerdings schon am Donnerstag, 26. Juli, zu nehmen sein, wenn sich Thomas Trampe-Brinkmann von seinem Ortsverband Ennigerloh nominieren lassen muss. Dass dies gelingt, da ist der 51-jährige Rettungssanitäter allerdings optimistisch. „Wir sind hier sehr gut aufgestellt“, hat er nach eigener Aussage bereits den Rückhalt im Ortsvorstand. Darüber hinaus sei er auch von Parteigenossen aus dem Kreisgebiet angesprochen worden, ob er nicht zur Verfügung stände. Thomas Trampe-Brinkmann war bereits von 2005 bis 2010 Landtagsabgeordneter. Auch das Ergebnis der jüngsten Landtagswahl, bei der er zwar der direkten Konkurrentin, Astrid Birkhahn von der CDU, unterlag, habe ihm Mut gemacht. „Erstmals habe ich Ennigerloh direkt gewonnen und auch das Gesamtergebnis deutlich gesteigert.“ Inhaltlich exakter positionieren möchte sich Trampe-Brinkmann erst nach seiner Nominierung durch den Ortsverband. Grundsätzlich aber stellt er mit Blick auf seinen potenziellen Gegenkandidaten Bernhard Daldrup schon fest: „Es ist keine Kandidatur gegen irgendjemanden.“

Ehrenamt versus Hauptberuf

Der Ennigerloher verweist aber auf seinen ehrenamtlichen, kommunalpolitischen Background, der ihn von Daldrup unterscheide. Daldrup ist beispielsweise als NRW-Geschäftsführer der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) und somit hauptberuflich für die Partei tätig. Trampe Brinkmann: „Jemand, der aus dem Ehrenamt kommt, hat vielleicht ein Stück weit eine größere Unabhängigkeit gegenüber Parteipositionen.“ Dass Bernhard Daldrup landesweit ein anders „Standing“ habe und damit vielleicht auch gute Aussichten auf einen besseren Listenplatz, seien Spekulationen, auf die sich Thomas Trampe-Brinkmann nicht einlassen möchte: „Ich habe immer schon auf Sieg, nicht auf Platz gesetzt.“

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