Musiker begeistern mit Spielfreude
Bild: Knöpker
Die Blumen im Park des Kaisers blühen in vielen Farben. Im Musical der Musikschule Beckum-Warendorf haben mehr als 100 Akteure mitgewirkt und am Wochenende die Zuschauer in der Stadthalle Ahlen mit ihrer Darbietung begeistert.
Bild: Knöpker

Die Show zeichnete sich durch ein imposantes Bühnenbild, fantasievolle Kostüme, ausdrucksstarke Stimmen und große Spielfreude der mehr als 100 Akteure aus. „Lian und die Nachtigall“ heißt das Märchen, frei nach Christian Andersens „Des Kaisers Nachtigall“ erzählt.

Inhalt des Stückes ist die Botschaft vom Streben nach Harmonie und innerlicher Ruhe. Das Märchen spielt am Hofe des chinesischen Kaisers Quing Chiang. Er hat große Freude an seinem Park mit seiner Blumenpracht. Wenn der Mond scheint, unterhält sich Lian, ein Mädchen aus der Küche, mit der Nachtigall. Als der Kaiser davon erfährt, möchte er den schönen Vogel besitzen und lässt einen goldenen Käfig bauen. Die Nachtigall will aber nur für ihn singen, wenn sie nicht eingesperrt wird.

Fu, der Schwester des Kaisers, gefällt das gar nicht. Als der Bruder auf seinem Bett im Park einschlummert, verschließt sie die Tür zum Käfig und die Nachtigall verstummt. Den Blumen gelingt es durch einen Trick, Lian das Versteck des Schlüssels zu verraten und den Vogel zu befreien. Als Geschenk von der Kaiserin des Nachbarlandes kommt eine künstliche Nachtigall. Sie sieht traumhaft aus. Man kann sie aufziehen und sie singt die schönsten Melodien – wann immer man will, Tag und Nacht.

Doch der Kaiser hat kein Interesse an dem Geschenk. Er geht allein in die Tiefe seines Parks und singt, um die Nachtigall herbei zu locken. Und sie antwortet – aber nicht nur sie, auch Lian stimmt in den Gesang ein und der Kaiser spürt, dass er sich auch nach ihr gesehnt hat. Beide singen von ihrer Liebe und Sehnsucht nach Harmonie.

Für das musikalisch hohe Niveau gab es im Verlauf der zweieinhalbstündigen Aufführung mehrfach spontanen Beifall und ein nicht enden wollender Applaus beschloss die Vorstellung. In den Dank wurden auch die vielen Helfer auf der Bühne und hinter den Kulissen mit eingeschlossen, wie die Mütter der Montags-Werkstatt, die die Kostüme genäht und liebevolle Dekorationen entworfen hatten.

Zur Premiere des Musicals begrüßten Veronika te Reh und Wolfgang König neben Landrat Dr. Olaf Gericke und Kreisdirektor Dr. Börger auch viele Freunde aus Baden Württemberg und Bayern. Wer am Wochenende keine Karte mehr bekommen hat, muss sich gedulden: „Lian und die Nachtigall“ wird am vierten Adventssonntag noch einmal aufgeführt.

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