Narren ziehen durchs „Glocke“-Gebiet
Beim Rosenmontagszug in Warendorf waren thematisch viele Beiträge auf Prinz Hermann-Josef I. (Schulze-Zumloh) zugeschnitten.

Die Höhepunkte des Straßenkarnevals lockten Abertausende zu den Umzügen in Ahlen, Beckum, Füchtorf, Warendorf, Milte, Liesborn, Sendenhorst und im Kreis Gütersloh. Und den Narren wurde einiges geboten. In den angefügten Bildergalerien zeigt „Die Glocke“ die schönsten Motive.

Beckum: Tausende Zuschauer am Wegesrand haben den mehr als 100 Wagen, Fußgruppen und Kapellen beim Rosenmontagsumzug durch die Beckumer Innenstadt zugejubelt. Um Punkt 11.11 Uhr setzten sich die Narren in Bewegung - und drehten sogar noch am späten Nachmittag ihre Runden. Mittendrin feierte Stadtprinz Peter I. Frölich mit, der von seinem prachtvollen Wagen Süßigkeiten herabwarf und das Ende des Zuges bildete.

Füchtorf: Klein, aber fein: Der Karnevalsumzug in Füchtorf mit vielen Programmpunkten. Zum Abschluss auf dem Tie versammelten sich das gesamte närrische Volk. Der Quaterkopp hatte gefordert, aus Luise Abkes Ladenlokal einen Kreissaal zu machen. Füchtorfs älteste Bürgerin überbrachte karnevalistisch ihr Einverständnis.

Warendorf: „Bauern, Prinz und Narren all feiern heute Karneval“ war das Motto des Rosenmontagszugs in Warendorf, der 90 Zugnummern - darunter 55 Wagen - stark war. Thematisch waren viele Beiträge zugeschnitten auf Prinz Hermann-Josef I. (Schulze-Zumloh). Der „Neuwarendorfer vom Grünen Zentrum“, so sein Titel, genießt als Milchbauer und Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbands Warendorf einen großen Bekanntheitsgrad in der gesamten Region.

Ahlen: Bei eiskaltem, aber sonnigem Wetter säumten Narren in bunten Kostümen die Straßen in Ahlen. Stadtprinz Andreas I. (Schürenkämper) erlebte seinen großen Tag.

Liesborn: Bereits zum 40. Mal zogen die Narren durch Liesborn. 19 Wagen und 20 kunstvoll kostümierte Fußgruppen verwandelten das Liesedorf in eine bunte Karnevalshochburg. Pünktlich um 14.11 Uhr schickte Werner Tyrell von den Romo-Freunden den Zug auf die Reise durch den Ortskern. Während die Kleinsten am Wegesrand kaum mit dem Sammeln der Bonbons nachkamen, feierten die Liesborner einen gelungenen Geburtstag.

Sendenhorst: Das war ein Rosenmontagszug, genau wie ihn sich der Sendenhorster Stadtprinz Gerd Olde im Traum wohl vorgestellt hat. Bei strahlend blauem Himmel machten sich gestern am späten Vormittag 41 Zugnummern auf den Weg durch die Martinusstadt. Auf einer zwei Kilometer langen Strecke säumten Tausende Narren die Wegesränder, um den Jecken in ihren bunten Narrenschaukeln zuzujubeln. Im Anschluss an den Zug erwartete die Karnevalisten ein buntes Rosenmontagsprogramm auf der Bühne am Sendenhorster Marktplatz, zu dem sich auch die Sängerin Ina Colada angekündigt hatte.

Münsteraner Narren nehmen Berliner Flughafen auf die Schippe

Während der Festzüge im „Glocke“-Gebiet fand auch in Münster ein fröhliches Narrentreiben statt: Rund 70.000 Karnevalisten haben dort am Rosenmontag bei Sonnenschein, aber eisigen Temperaturen, am Zugweg gefeiert. Als Teufelchen, Euro, geschniegelter Geschäftsmann oder Clowns verkleidet tummelten sich die Jecken an der Strecke durch Münsters Innenstadt.

Die Karnevalisten auf den 78 Mottowagen machten sich etwa über die Euro-Krise, die Benzinpreise und das Berliner Flughafen-Desaster lustig. „Umleitung zum FMO - Hier läuft es schon“, hieß es in Anspielung auf den nicht ausgelasteten Flughafen Münster/Osnabrück.

Fast 40 Fuß- und Musikgruppen - auch aus Holland - machten Stimmung.

Wegen der eisigen Kälte kamen weniger Zuschauer als in den vergangenen Jahren. Die Polizei sprach von 70.000 Karnevalisten, Zugchef Gerd Maier schätzte die Narren am Straßenrand auf 50.000 bis 70.000.

Bei guten Bedingungen hatten in den vergangenen Jahren rund 120.000 Gäste den Münsteraner Rosenmontagszug besucht.

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