Netzwerk: Direkter Kontakt zu Hebammen
Der Sozialausschuss des Kreises hat gestern mit knapper Mehrheit empfohlen, den Verein Hebammennetzwerk Münsterland zu unterstützen. Dort erhalten Schwangere nicht nur Kontaktnummern zu Hebammen, sondern das Netzwerk stellt auch den direkten Kontakt her.

 „Die Situation für Schwangere ist desolat“, beschrieb Astrid Birkhahn (CDU) den Ist-Zustand. Daher müsse es Ziel sein, mehr Hebammen in das System im Kreis zu bekommen. Ein Hebammennetzwerk, das Kontakte zu Fachkräften nach Münster vermittele, sei da nicht zielführend.

Entlastungswirkung

Eingebracht hatten den Antrag die Fraktionen von SPD und den Grünen. In der Summe ging es um 2750 Euro. Dagmar Arnkens-Homann sieht durchaus eine Entlastungswirkung, wenn Frauen in Telgte und Everswinkel Hilfe aus Münster bekommen und dadurch beispielsweise eine Hebamme aus Ennigerloh in Beckum tätig werden könnte.

„Wenn es nur einer Frau weiterhilft“

Das sei auch über das Fahrtkostenbudget, das Hebammen abrechnen könnten, gedeckt. Unterstützung kam von den Freien Wählern, die sich vorstellen können, dass man sich am Netz beteilige und gleichzeitig im Bemühen um mehr Hebammen nicht nachlassen. Äußert skeptisch ob der Wirksamkeit des Netzwerks zeigte sich Ron Schindler (FDP): „Aber wenn es nur einer Frau weiterhilft, ist es ok.“

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