Option: Land gibt Kreisen grünes Licht
Die Langzeitarbeitslosen in den Kreisen Gütersloh und Warendorf werden künftig nur noch allein von den Kreisverwaltungen betreut - ohne die Agenturen für Arbeit.

Nach Informationen der „Glocke“ gehören beide Kreise zu den acht Kreisen und kreisfreien Städten, die die Landesregierung dem Bund vorschlagen wird. Bisher haben sich beide Kreise gemeinsam mit der Agentur für Arbeit um die Grundsicherung von Arbeitssuchenden gekümmert. 15 Kreise und kreisfreie Städte hatten sich landesweit um die Option bemüht.

Sozialpolitik aus einem Guss

Beide Kreise versprechen sich von der Neuorganisation eine „Sozialpolitik aus einem Guss“ und damit eine Verbesserung gegenüber der momentanen Situation. Als Optionskommune können die Kreise im Wesentlichen selbst entscheiden, wie sie die Bundesmittel einsetzen, die ihnen für die Hartz-IV-Empfänger zur Verfügung gestellt werden.

Bis Ende 2010 waren die Bewerbungen abzugeben - jetzt ist im NRW-Arbeitsministerium die Entscheidung gefallen, wer der Bundesministerin für Arbeit, Ursula von der Leyen, als Kandidat für dieses Modell vorgeschlagen wird. Nach "Glocke"-Informationen stehen die Kreise Warendorf (Platz acht) und Gütersloh (Platz sechs) auf dieser Liste. Auch die Stadt Münster (Platz sieben) und der Kreis Lippe (Platz eins) sind dabei.

200 Mitarbeiter integrieren

Erfahrungsgemäß wird in Berlin der Landesempfehlung gefolgt, so dass in beiden Kreisverwaltungen die umfangreichen Pläne zur Umsetzung der künftigen Betreuung aus den Schubladen geholt werden können. Unter anderem müssen jeweils rund 200 Mitarbeiter in die Kreisverwaltungen integriert werden. Die Zahl der Beschäftigten steigt damit jeweils auf mehr als 1000.

In den Kreishäusern in Warendorf und Gütersloh wollte am Mittwoch tagsüber niemand eine Stellungnahme abgeben. Am späten Abend wurde das grüne Licht aus Düsseldorf für die Option dann jedoch bestätigt. Die endgültige Entscheidung im Bundesarbeitsministerium wird erst in den kommenden Wochen fallen.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie auf den Kreisseiten Warendorf und Gütersloh in der Glocke vom 31. März.

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