Pinnekamp zum Vorsitzenden wiedergewählt
Bild: Witte
Der Regionalausschuss Warendorf der IHK Nord Westfalen tagte unter Leitung von Carl Pinnekamp bei der Hygi.de GmbH in Telgte. Geschäftsführer Christian Bleser (sitzend links) präsentierte das Unternehmen.
Bild: Witte

Neu im Amt als stellvertretende Vorsitzende sind Heinrich Gaßmöller, geschäftsführender Gesellschafter der Heinrich Gaßmöller Einrichtungshaus GmbH in Drensteinfurt, und Christoph Kemper, Geschäftsführer der Hans-J. Kemper GmbH in Ennigerloh. Die erste Sitzung des IHK-Regionalausschusses nach der Wahl im November fand bei der Hygi.de GmbH in Telgte statt. Das Unternehmen ist einer der führenden Onlinehändler für Reinigungs- und Hygieneprodukte. Geschäftsführer Christian Bleser präsentierte das expandierende Unternehmen, das erst im Januar seinen Standort bezogen hatte und pro Monat rund 10 000 Neukunden gewinnt. Bald werden es eine Million Kunden sein, berichtete Bleser. Hauptthema war aber die Flüchtlingssituation. Landrat Dr. Olaf Gericke berichtete über die vom Kreis zu übernehmenden Aufgaben. Aus den Flüchtlingszuweisungen resultieren danach hohe finanzielle Belastungen für den Kreis und seine Kommunen. Zusammen mit Joachim Fahnemann, Leiter der Arbeitsagentur, diskutierte der Regionalausschuss die Integrationsaufgabe. Neben der Kenntnis der deutschen Sprache als Voraussetzung sei die Qualifikation der Flüchtlinge entscheidend für die Integration. Sebastian Seidel, Bürgermeister in Everswinkel, berichtete über Erfahrungen mit dem „Integration Point“. Dabei betonte er die gute Kooperation mit der örtlichen Wirtschaft. Andere Kommunen, so Seidel, könnten von den Erfahrungen in Everswinkel profitieren. „Die Wirtschaft stellt sich auf die bevorstehende Integrationsaufgabe ein und freut sich, wenn seitens der Arbeitsagentur geeignete Bewerber vorgeschlagen werden“, resümierte Pinnekamp. Allerdings will er auch die Probleme nicht verschweigen, die die Flüchtlingswelle mit sich bringe. Deshalb mahnt Pinnekamp ein perspektivisches Integrationskonzept an, das von der Politik vorgelegt werden müsse. So ein Konzept solle auch die Vermittlung von gesellschaftlichen Werten und der hiesigen Rechtsprinzipien umfassen, so der Ausschussvorsitzende.

SOCIAL BOOKMARKS