Politisches Signal gegen Rechtsextremes
Die jüngsten Ereignisse sorgen auch im Kreis für Sorgenfalten. Ein Aktionstag gegen Rechts soll bei der Prävention helfen.

„Toleranz fördern, Kompetenz stärken“, lautete die Devise eines Antrages von der SPD und den Grünen. Darin wurde der Ausschuss aufgefordert, der Kreisverwaltung zu empfehlen, ein breit angelegtes Programm gegen Rechtsextremismus inklusive eines jährlichen Aktionstags in Kooperation mit Schulen und Vereinen durchzuführen. Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse (Stichwort „Zwickauer Zelle“) und dem Vorfall im Ahlener Berliner Park  spielte es am Donnerstag keine große Rolle, dass solch ein Aktionstag bereits geplant ist und es sogar schon ein konkretes Datum gibt, den 8. Mai. Es ging um das Signal. Laut Detlef Ommen (SPD) lagen die Pläne für den Antrag schon länger in der Schublade: „Wir haben das schon vor diesen Vorkommnissen diskutiert. Es ist unser Anliegen, solch eine Aktion nicht nur regelmäßig durchzuführen, sondern im Bereich Bildung, Schule und Sport Signale zu setzen und als Demokraten Flagge zu zeigen.“ Vor der weiterführenden Diskussion, bei der allen Beteiligten die Sorgenfalten auf der Stirn deutlich anzusehen waren, erläuterte Wolfgang Rüting, Leiter des Kreisjugendamtes, welche Maßnahmen in den vergangenen Jahren getroffen wurden. „Uns war wichtig, in den letzten zwei Jahren eine Struktur aufzubauen“, sagte Rüting. Im Ausschuss herrschte Einigkeit darüber, dass sich Jugendämter, Polizei und sonstigen Verbände auf einem guten Weg befinden. Allerdings: „Es wird schon eine Menge realisiert, aber unser Antrag ist auch ein politisches Signal“, sagte Ali Bas von den Grünen. Das sahen die übrigen Mitglieder des Ausschusses ähnlich, dem Antrag wurde – mit nur einer kleinen Formulierungsänderung – einstimmig stattgegeben.

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