Polizei zieht acht Waffenscheine ein
5600 Waffenbesitzer gibt es im Kreis Warendorf. Aber nicht jeder ist mehr geeignet dafür, eine Waffe zu führen – das hat die Polizei bei Überprüfungen festgestellt. Die intensiveren, regelmäßigen Kontrollen erfordern allerdings verstärkten Personaleinsatz.

 Diese Zahlen präsentierte gestern Polizeidirektor Christoph Ingenohl den Mitgliedern des Finanzausschusses des Kreistags. Anlass war der ursprüngliche Vorschlag der FWG zum Haushalt 2015, eine halbe Stelle bei der Polizei im Bereich Waffenwesen einzusparen. Vor zwei Jahren habe das Landeskriminalamt bemängelt, dass die Prüfintervalle der Waffenbesitzer nicht eingehalten worden seien. „Da haben wir nachgebessert“, erläuterte Polizeidirektor Ingenohl die ursprünglich nur kurzfristig geplante Personalaufstockung in diesem Bereich. Ein erster Durchlauf habe damals bei 405 Personen Auffälligkeiten ergeben. „Das mussten wir uns näher ansehen“, sagte Ingenohl.

101 Fälle abgearbeitet

Inzwischen seien 101 Fälle abgearbeitet – und besagten acht Waffenbesitzern die Erlaubnis entzogen worden. Die hätten aber ihre Waffen nicht so einfach abgeben wollen, so dass derzeit Klageverfahren vor dem Verwaltungsgericht anhängig seien, so der Polizeidirektor: „Das erfordert Personaleinsatz.“ Zudem würden verstärkt Überprüfungen ohne Ankündigung durchgeführt, auch müssten sämtliche Waffenhändler kontrolliert, alle Schießstände – auch Anlagen von Schützenvereinen – in Augenschein genommen werden. Ingenohl: „Wir brauchen die Kollegen, um diese Bereiche nicht vernachlässigen zu müssen.“ Schließlich gehe es auch um die Sicherheit der Bevölkerung. Die FWG zog ihren Antrag nach diesen Erläuterungen zurück.

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