Probe-Imkern mit fünf Kilo Honig versüßt
Bild: D. Reimann
Der Imkerverein Warendorf, hier mit der Ersten Vorsitzenden Margret Westmeyer und dem Kassierer Michael Ruhe, bieten allen Interessierten die Möglichkeit zu einem viermonatigen „Probe-Imkern“. Am Schluss dürfen die Teilnehmer fünf Kilogramm Honig mit nach Hause nehmen.
Bild: D. Reimann

 „Dort drinnen herrschen Temperaturen von 37 Grad“, erklärt Ruhe. Und tatsächlich, hält man die Hand direkt vor das Einflugloch, weht einem warme Luft entgegen. Seit 25 Jahren frönt der Sassenberger seinem Hobby, es war ein Kindheitstraum, den er sich direkt nach der Hochzeit erfüllt hat. Margret Westmeyer hingegen kam vor 15 Jahren erstmalig mit den Tieren in Kontakt. „Ich bin von einem älteren Imker an die Bienen herangeführt worden“, sagt sie. Aus Interesse wurde Begeisterung und die ist auch bei ihr bis heute ungebrochen. Diese Begeisterung möchte der Imkerverein Warendorf nun auch Nachwuchsimkern vermitteln. „Wir wollen Interessierten, gerne auch Jüngeren, die Möglichkeit geben, die Arbeit eines Imkers und die Bienen kennenzulernen“, so Westmeyer. Aus diesem Grund hat der Vorstand die Aktion „Probe-Imkern“ aus der Taufe gehoben.

Fachkundige Anleitung

Die Teilnehmer kümmern sich dabei von Mai bis August – unter fachkundiger Anleitung von Vereinsmitgliedern – um ihnen anvertraute Bienenvölker. „Imkern ist mehr als nur Honigernten“, sagt Ruhe, der sich schon freut Interessierten die große Bandbreite seines Hobbys in der Praxis zeigen zu können. Die Probezeit hat seiner Meinung nach auch einen weiteren Vorteil: Weil das komplette Material vom Imkerverein Warendorf gestellt wird, kommen bis auf die Teilnahmegebühr von zehn Euro pro Monat keine weiteren Kosten auf die Teilnehmer zu. Sie können sogar am Ende der Probezeit fünf Kilo Honig als Erfolgsbonus mit nach Hause nehmen. Wie Ruhe und Westmeyer berichten, habe das Interesse an der Imkerei in den vergangenen Jahren zugenommen. „Die Leute sind sensibel geworden, was etwa die Herkunft des Honigs angeht“, weiß Ruhe. Der Sassenberger selbst hat seinen Bienen auf seinem Grundstück ein kleines Paradies geschaffen. Damit diese genügend Nahrung finden, hat er für die fleißigen Tierchen eine Hecke mit abwechselnd blühenden Pflanzen bestückt. Auch eine Streuobstwiese wurde eigens für die Bienen eingerichtet. „Man kann ein Bienenvolk nicht irgendwo aufstellen. Auch die Umgebung muss stimmen“, so Ruhe.

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