Quirlige Schwester belebt im Netz
Macht von sich reden: der „hausblog-nottbeck“ – interaktive Künstlerplattform, Meinungsbörse und digitale Literaturzeitschrift des Museums für Westfälische Literatur

Die Rede ist vom interaktiven Literaturforum www.hausblog-nottbeck.de. Anfang 2011 begann es als Experiment: „Macht es Sinn, für das Museum für Westfälische Literatur eine zweite Internetseite ins Leben zu rufen?“ lautete die Frage. Heute ist man schlauer. Ja, es macht Sinn, weil die offizielle Homepage des Museums und der „hausblog-nottbeck“ ganz unterschiedlicher Natur sind und auf verschiedene Ebenen operieren. www.hausblog-nottbeck ist so etwas wie eine interaktive Museumszeitschrift. Sie begleitet Veranstaltungen des Museums mit Vorberichten, Interviews, Buchbesprechungen und vielem Weiteren mehr. Außerdem kommen Autoren selbst zu Wort, man kann sich Video-Clips anschauen oder auch Kommentare zu Veranstaltungen abgeben. „Daran lag uns besonders“, erläutert Museumsleiter Walter Gödden, Initiator des Projekts. „Wir möchten unser Programm gemeinsam mit dem Publikum weiterentwickeln, und da ist uns jede Meinung wichtig.“

Spielwiese

Vor allem ist der „hausblog-nottbeck“ eine Spielwiese unterschiedlichster Aktivitäten. „Es macht uns einfach Spaß, möglichst spontan über Neuigkeiten oder auch interessante Lesefrüchte zu berichten, und das nicht im trockenen Amtsdeutsch, sondern in möglichst lockerer Form“, erläutert Gödden. Auf diese Weise entstehe nach und nach so etwas wie ein Tagebuch des Museums, an dem im Idealfall viele mitschreiben. Die Resonanz auf die Seite kann sich sehen lassen. Sie wird monatlich bis zu 6500mal besucht. „Ergiebig ist dabei das Zusammenspiel mit Twitter und Facebook“, ergänzt Museumsmanager Dirk Bogdanski, der die Seiten betreut. „Auf diese Weise können wir Interessierte schnell und unmittelbar erreichen – ein Angebot, das viele Museen nutzen.“

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