RVM fährt 400.000 Euro Mindererlöse ein
Gerade junge Fahrgäste erwarten aktuelle Informationen auf ihr Smartphone oder Tablet. Das Angebot will die RVM ausweiten.

Als mögliche Konsequenz kündigte ein RVM-Sprecher an, womöglich könnten langfristig Linien wegfallen. Der demografische Wandel, der Druck auf die öffentlichen Kassen sowie den technischen Entwicklungen für mehr Klimaschutz und eine bessere Fahrgastinformation: Das seien laut Aufsichtsratsvorsitzender Joachim L. Gilbeau und Geschäftsführer André Pieperjohanns die Herausforderungen für die Zukunft.

Weniger Schülerverkehr

Konkret müsse sich die RVM damit auseinandersetzen, dass die Zahl junger Menschen im Münsterland zurückgeht und damit immer weniger Schüler mit den Bussen der RVM unterwegs sind. Entsprechend ist mit Mindererlösen von 400 000 Euro pro Jahr zu rechnen. Gleichzeitig steige die Zahl der Senioren, die die RVM als neue Kunden mit attraktiven Tarifen gewinnen wolle, heißt es. Der Geschäftsbericht macht deutlich, dass sich die beschriebene Entwicklung auch in Zahlen niederschlägt: So ging der Ausbildungsverkehr um 1,6 Prozent zurück, dagegen stieg der Jedermannverkehr – Fahrten zum Beruf, zur Versorgung oder in der Freizeit – um 0,4 Prozent an. Unter dem Strich macht dies im Jahr 2013 einen Fahrgastrückgang von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt beförderte die RVM im Jahr 2013 26,7 Millionen Fahrgäste. Um neue Fahrgäste zu gewinnen, die Einnahmesituation weiter zu verbessern, aber auch um beim Klimaschutz voran zu kommen, hat die RVM im Jahr 2013 im Kreis Warendorf nach eigenen Angaben Anstrengungen unternommen.

Eigentümer am Zug

Für ihre SchnellBus-Linien hat die RVM zwei neue, besonders umweltfreundliche Busse beschafft. Gleichzeitig bewirbt die RVM die Verknüpfung von Elektrofahrrad und SchnellBus im Umweltverbund. Und mit Hilfe des Schnupper-Abos konnten über 100 zusätzliche Dauerkunden im Kreis Warendorf gewonnen werden. Der aktuelle Geschäftsbericht ist kostenlos erhältlich und kann bei der RVM per Mail oder telefonisch bestellt werden. Die Entscheidung, ob RVM-Linien gestrichen werden, müssen die Eigentümer entscheiden. Oder, heißt es in einer RVM-Mitteilung, die Münsterlandkreise müssten mehr Geld für den Busverkehr ausgeben.

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