Rauchwolke keine Gefahr für Bevölkerung
Eine dicke, schwarze Rauchwolke stand am Sonntag über dem AWG-Gelände in Ennigerloh. Für die Bevölkerung habe dadurch aber zu keiner Zeit Gefahr bestanden, hieß es von der AWG.

Messwagen der Feuerwehr und der Bezirksregierung seien ausgerückt, hätten aber keine bedenklichen Luftwerte in Richtung Enniger und Münster feststellen können, die Richtung, in die die Wolke abgezogen sei. Vorsichtshalber war die Bevölkerung in Enniger gebeten worden, in den Häusern zu bleiben und Türen und Fenster zu schließen.

Heißgelaufenes Lager

Vermutlich ein heißgelaufenes Lager eines Transportbandes könne als ursächlich für den Brand gelten, hieß es am Dienstag seitens der AWG. Das Förderband stand auf einer Länge von etwa 100 Metern in Flammen, verursachte Schäden an der Dachkonstruktion der Halle und an der Fördertechnik. Der schwarze Qualm sei durch das Verbrennen von Gummiteilen an dem Förderband entstanden, so AWG-Pressesprecher Michael Dierkes: „Wenn man direkt darin steht, ist sie natürlich giftig.“ In einiger Entfernung nehme die Konzentration aber entsprechend schnell ab. Abfall, so Dierkes, sei nicht in Brand geraten: „Das, was sich auf dem Förderband befand, war durch den fortgeschrittenen Verrottungsprozess schon eher erdähnlich.“ Hilfreich war, dass die Feuerwehr den Brand schon nach gut einer Stunde soweit unter Kontrolle hatte, dass es zu keiner größeren Rauchentwicklung mehr kam. Der AWG-Geschäftsführer dankte den mehr als 140 Wehrleuten für ihr schnelles Eingreifen. Dadurch habe größerer Schaden verhindert werden können. Die Schadenssumme indes konnte noch nicht beziffert werden – Dienstagnachmittag machten sich die Gutachter an die Arbeit. Der Betrieb konnte gestern trotz des Ereignisses in der biologischen Abfallbehandlungsanlage ohne Beeinträchtigungen weiterlaufen.

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