Regeln beachten bei Fanartikeln
Bild: Jotzeit
„Alles Müller oder was?“, hatte sich dieser Deutschland-Fan nach dem Spiel gegen Portugal auf seine Fahne geschrieben. Die Polizei achten bei Autokorsos darauf, dass der Straßenverkehr nicht gefährdet wird.
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„Bei dem Stoff-Überzieher für die Seitenspiegel im Nationalflaggendesign ist zu beachten, dass dieser die Blinkleuchten nicht verdeckt“, sagt Theo Hüttemann, Leiter der TÜV-Station Ahlen. „Das ist bei vielen aktuellen Fahrzeugmodellen ein Problem, da sie Blinker in den Seitenspiegeln tragen.“

Bei den Fähnchen für die Seitenscheiben warnt der TÜV, dass diese häufig billig gemacht seien und oftmals abknickten. Obwohl grundsätzlich gegen Fähnchen und Flaggen am Auto nichts zu sagen sei, hafte der Autofahrer, wenn durch Abbrechen oder falscher Befestigung Schäden am Folgefahrzeug entstünden. Hüttemann: „Spätestens vor einer Fahrt auf der Autobahn sollte der Fan-Schmuck demontiert werden, weil die Fahnen nicht für höhere Geschwindigkeiten ausgelegt sind.“ Wer sich eine Fahne in die Scheibe klemme, erleichtere Dieben die Arbeit, denn der entstandene Spalt komme für sie einer Einladung gleich. Die Autoversicherer könnten in einem solchen Fall die Regulierung des Schadens verweigern.

Aufkleber seien ebenso wenig ein Problem wie ein schwarz-rot-gold lackierter Wagen. Alles sei erlaubt, solange die Sicht des Fahrers nicht eingeschränkt und Mitfahrende oder andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet würden. Wer nach einem Sieg im Autokorso eine große Fahne aus dem Auto schwenke, solle vorsichtig sein. Die Gurtpflicht gelte auch im Autokorso: Wer nicht angeschnallt sei und sich zu weit aus dem Fenster lehne, müsse mit einer Strafe rechnen.

Die Polizei in Ahlen hat ein besonderes Augenmerk auf Autofahrer während der Fußballspiele, wie Wachdienstführer Jörg Steinbart am Freitag auf „AT“-Anfrage mitteilte. „So lange keine Gefahr für Verkehrsteilnehmer besteht, schreiten wir nicht ein“, sagte er. Bei Autokorsos würden die Streifen häufiger aktiv. „Wer sich weit aus dem Fenster hängt oder sogar auf dem Dach sitzt, gefährdet sich und andere“, so Steinbart weiter.

Auf Verständnis bei den Feiernden stoße die Polizei dabei nicht immer. Steinbart unterstrich: „Auch wer bei 50 Stundenkilometern aus dem Auto fällt, kann sich verletzten.“

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