Riederle: Digitalisierung prägt Leben
Philipp Riederle, mit 22 Jahren erfolgreicher Autor und Unternehmensberater, beeindruckte die mehr als 400 Zuhörer bei seinem Vortrag in der Sparkasse Beckum-Wadersloh.

Doch damit nicht genug: Der 1994 geborene heutige „Star der Internetszene“ und Deutschlands jüngster Unternehmensberater gab seine Erfahrungen im Internet weiter. So entsteht sein erfolgreicher Podcast „Mein iPhone und ich“, heute bereits eine Legende. Der weitere berufliche Weg für Riederle war programmiert. Bei seinem Vortrag in der Schalterhalle der Sparkasse Beckum-Wadersloh war das am Mittwochabend eine der Episoden, die Philipp Riederle den mehr als 400 Zuhörern erzählte. „Generation Y – Wer wir sind und was wir sollen“, so lautete der Titel, unter dem der 22-Jährige bei einem Blick in die Zukunft deutlich machte, wie junge Leute in Zeiten der Digitalisierung denken und handeln. Er gab seinen Zuhörern Einblicke in die Lebenswelt der „Digital Natives“.

„Die Digitalisierung ist ein selbstverständlicher Teil unserer realen Welt, sie ist eine neue Art der Kommunikation – sehr schnell und weltumfassend“, leitete Riederle in seinen Vortrag ein. So habe das Smartphone für die junge Generation einen hohen Stellenwert. Und das führe nicht zu verminderter Lebensqualität und mache auch nicht dumm und asozial. Das Gegenteil sei der Fall, machte der 22-Jährige am eigenen Beispiel deutlich. „Als ich eine Zeit auf Smartphone und Facebook verzichtet habe, da hatte ich plötzlich gar keine Freunde mehr“, berichtete er von einem Selbstversuch, den er entsprechend schnell beendete.

„Die Digitalisierung hat Einzug gehalten, an der Spitze steht dabei die junge Generation.“ Dieter Müller, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Beckum-Wadersloh, stellte den Besuchern Thema und Referenten des traditionellen Vortragsabends in der Schalterhalle vor. Seit 1993 gibt es diese Reihen, damals war der 22-jährige Philipp Riederle, der neue „Star der Internszene“ und Referent des Abends, noch gar nicht geboren.

Auch die Sparkasse biete ihren Kunden die digitalen Vorteile, blickte Müller auf das eigene Haus. Großen Wert lege man aber auch in der Zukunft auf persönliche Nähe und Gespräche, auf Engagement und fachliche Qualität.

Riederle ging auf das Selbstverständnis einer Generation ein, die gut ausgebildet und sehr stark vernetzt ist. Sie werde einen massiven Wandel des gesellschaftlichen Gefüges und der Arbeitskultur bewirken, war er sich sicher. Dabei ging er auch auf das veränderte Kaufverhalten ein. „Wir konsumieren online, weil wir bequem sind. Wieso sollen wir uns Stress machen, wenn wir von zu Hause aus einkaufen können?“ Beim Arbeiten sei auch der jungen Generation Sicherheit wichtig. „Für uns ist aber das Arbeiten Leben, Erfahrungen sammeln ist für uns Sicherheit.“ Digitalisierung bringe im Gegensatz zu vielen Aussagen eher ein aktiveres Sozialleben und mehr Freunde, sie führe zu mehr Engagement im Ehrenamt. „Wie können wir sie so nutzen, dass sie uns hilft?“, auch auf diese Frage ging Riederle ein. Dazu sei Medienkompetenz erforderlich, didaktische Konzepte dafür mahnte der Referent an. „Unser Leben wird schon heute von der Digitalisierung bestimmt, diese Revolution hat bereits stattgefunden“, fasste er zusammen. Und dabei werde die Veränderungs-Geschwindigkeit immer schneller.

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