Sängerkreis ehrt musikalische Aktivposten
Bild: Knöpker
Das ist eine Seltenheit, 60 und 65 Jahre in einem Chor zu singen, dafür wurden geehrt: (v. l.) Hubert Behrens (MGV Concordia Ahlen), Hans-Werner Kottwittenborg, Friedhelm Müller und Heinz Stille (alle MGV Sängerbund Beckum) sowie (hinten v. l.) Josef Recker (MC Oelde), Burkhard Kneller und Franz-Josef Börste.
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 „Sie verbreiten Harmonie und gute Stimmung, erleben Gemeinschaft, die zusammenschweißt“, forderte er die Besucher auf, weiterhin dem Hobby treuzubleiben. Ruhmöller richtete aber auch den Appell an die Chöre, die vielen Mitbürger anderer Kulturen mit einzubeziehen in die Vereinsarbeit. Franz-Josef Börste hatte als Vorsitzender des Sängerkreises Emsland die Fäden in der Hand, als er die Ehrennadeln für fünfjährige, 25-jährige, 40-jährige, 50-jährige sowie 60- und 65-jährige Mitgliedschaft überreichte. Sein Platz im Männergesangverein Concordia blieb Sonntag leer, doch seine Sangesbrüder zeigten unter Leitung von Wilfried Thorwesten eine beeindruckende Leistung mit dem Vortrag modernen Liedguts. Dieser beinhaltete unter anderem die bissig-heitere „Diplomatenjagd“ von Reinhard Mey. Der stellvertretende Landrat Franz-Josef Buschkamp gratulierte allen Jubilaren. „Was wir in Gesellschaft singen, wird von Herz zu Herzen dringen“, zitierte er den Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe. Durch den Gesang schöpfe jeder Einzelne Kraft für den Alltag und könne seiner Kreativität freien Lauf lassen, sagte Buschkamp. Es sei nicht selbstverständlich, über so viele Jahre Zeit in die Chorarbeit zu investieren, dankte er für das Durchhaltevermögen. „Singen muss zum alltäglichen Leben gehören“, forderte Bernhard Meis. Der stellvertretende Vorsitzende des Sängerkreises Emsland plädierte dafür, ständig für den Zuwachs in Chören zu werben. „Frauen können auch singen“, forderte Burkhard Kneller die Einbeziehung des weiblichen Geschlechts in die Chöre. Der Beisitzer im Vorstand des Chorverbandes Nordhein-Westfalen brach eine Lanze für das „Hattinger Modell“. Der Hattinger Sängerverein hatte sich demnach von 35 männlichen Sängern auf 110 entwickelt. Dieser vereint einen Männerchor, einem gemischten Chor und einem Jazz-Chor von Frauen und Männern. Dieses Modell sei erfolgreich. Bei einem Umtrunk hatten alle Gäste die Möglichkeit, eine Diskussion im Austausch fortzusetzen.

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