Siegel weisen fair gehandelte Blumen aus
Bild: Baumjohann
An der „fairen Woche“ beteiligt sich auch die Landvolkshochschule in Freckenhorst. Das geht auch auf die Initiative von (v. l.) Thomas Kamp-Deister, Steffi Neumann, Johannes K. Rücker und Martin Hohelüchter zurück.
Bild: Baumjohann

Die Produktions- und Arbeitsbedingungen in der Blumenindustrie in den Ländern des Südens werden in der Ausstellung ebenso thematisiert wie Fragen der Arbeitszeiten, Kinderbetreuung und eines gerechten Lohns oder der Umweltbelastung durch den massenhaften Einsatz von Pestiziden. „Darunter leiden natürlich auch die Mitarbeiter der Blumenfarmen“, weiß „fair flowers“-Projektkoordinatorin Steffi Neumann, und fügt hinzu: „Konsumenten hier können die Situation in den Produktionsländern verbessern.“ Zwei etablierte Siegel, das „fair trade“-Label und das „FLP“-Siegel, kennzeichneten fair gehandelte Blumen. Eine Alternative seien regionale Blumen oder biologisch angebaute Blumen. Bis Ende September ist die Ausstellung „fair flowers“ noch in der Freckenhorster Landvolkshochschule zu sehen. Der Eintritt ist frei. In Kooperation seien der Verein „Vamos“ und Landvolkshochschule auch gerne bereit, Programme rund um die Ausstellung zu organisieren – von der Führung bis hin zum Bildungsprogramm. Die Inhalte dafür könne man abstimmen, freut sich Steffi Neumann auf Anfragen von Schulen, Frauengemeinschaftsgruppen oder anderen Interessierten. Die Ausstellung „fair flowers“ ist ein Element, mit dem sich die Freckenhorster Landvolkshochschule an der bundesweit veranstalteten „fairen Woche“ beteiligt. Das Küchenteam der LVHS will Verkostungsaktionen für fair gehandelte Produkte ebenso auf die Beine stellen wie am Weltrekordversuch beim Ausschank fair gehandelten Kaffees am 30. September zwischen 10 und 11 Uhr teilnehmen, blickt Küchenchef Martin Hohelüchter voraus. Aber auch außerhalb der „fairen Woche“ stehe das Engagement für Nachhaltigkeit und fairen Handel auf der Tagesordnung der Landvolkshochschule, betont Thomas Kamp-Deister. So habe man im vergangenen Jahr 660 Kilogramm fair gehandelten Kaffees aufgebrüht.

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