Sogwirkung kann WLE bis Neubeckum leiten
Hoffen auf zügige Reaktivierung des WLE-Personenverkehrs: (v. l.) Jochen Roes (Verkehrsplaner Stadtwerke Münster), Markus Rümke (ZVM), Michael Klüppels (Leiter Verkehrsmanagement RVM) und Wolfgang Wiemers (Vorsitzender VCD Regionalverband Münsterland).

 Markus Rümke vom Zweckverband Münsterland, der für die Organisation des Schienenpersonennahverkehrs zuständig ist, erläuterte die neuesten Gutachten: „Auf der Relation Münster-Sendenhorst wird es insgesamt werktäglich 6560 Fahrgäste geben.“ Da der Zug um sechs Minuten schneller sein soll als der Bus S 30, summierten sich nach Aussage des Gutachtens die Reisezeitgewinne und die prognostizierte Abnahme der Pkw-Fahrten zu einem deutlichen volkswirtschaftlichen Nutzen. Auch Jochen Roes, Verkehrsplaner bei den Stadtwerken Münster, wünscht eine baldige Realisierung der WLE für den Personenverkehr: „Wir kommen mit den Buslinien 6 und 8 schon jetzt an unsere Kapazitätsgrenzen“, erläuterte Roes, „und gerade in Münsters Südosten gibt es Entwicklungspotenzial in den nächsten Jahren mit einer weiteren Zunahme des Verkehrs.“

„Regionale Einbindung kein Problem“

Für Michael Klüppels, Leiter des Verkehrsmanagements bei der Busgesellschaft RVM, sei auch die regionale Einbindung kein Problem: „Der S 30 und die Regio-Buslinien werden demnächst am Sendenhorster Bahnhof mit dem Zug verknüpft.“

Bisher werden auf der WLE-Strecke vorwiegend Güter transportiert.

 Gerd Bröcker und Peter Horstmann aus Sendenhorst freuten sich, dass es nach Jahren des Stillstands jetzt auch von politischer Seite Rückenwind für die WLE-Reaktivierung gebe. Aus ihrer Sicht sei im Westen Sendenhorsts noch ein zweiter Haltepunkt sinnvoll. „Das kann durchaus realisiert werden“, meinte Rümke, „wenn das kommunal gewünscht wird und von der Logistik des Schienenverkehrs umsetzbar ist.“ Thomas Lins erhofft sich auch aus ökologischen Gründen eine baldige Reaktivierung der gesamten WLE-Strecke: „Wenn moderner Schienenverkehr zwischen Münster und Sendenhorst erst einmal realisiert ist, wird es auch eine Sogwirkung geben, die Lücke zwischen Neubeckum und Sendenhorst zu schließen.“

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