Sparkasse tief in der Region verwurzelt
Bild: Gabi Wild
„In jeder Beziehung: Sparkasse“: Der Vorstand der Sparkasse Münsterland Ost mit (v. l.) Peter Scholz, Wolfram Gerling, Markus Schabel, Klaus Richter und Roland Klein, inmitten von Mitarbeitern, die sich in ihren Orten ehrenamtlich engagieren.
Bild: Gabi Wild

Die Zahl der Filialen beläuft sich weiterhin auf 68. Und so zeigt die Sparkasse Präsenz, aus der sich auch ihr Erfolg ableitet. Markus Schabel: „Wir sind hier zu Hause.“ Die Bilanzsumme konnte im vergangenen Jahr um 2,4 Prozent auf 8,68 Milliarden Euro gesteigert werden – „Euros, die hier vor Ort erwirtschaftet wurden“, wie Schabel betonte. Trotz niedriger Zinsen legen die Kunden weiterhin bei der Sparkasse ihr Geld an, die Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen lässt das Kreditgeschäft blühen, der Zinsüberschuss ist gestiegen. Unter dem Strich, so konnte Schabel feststellen, liegt der Jahresüberschuss bei 20 Millionen Euro – Grundlage für die Dividende, die wieder in Projekte in der Region fließen. Erwartet werden können voraussichtlich rund sechs Millionen Euro.

Altlasten

Nicht alles ist rosig, und mancher Kraftakt musste vollzogen werden, um die Nase in den Wind zu bekommen: „So etwas wie die WestLB möchte ich nicht noch einmal erleben“, werden sich die zu tragenden Altlasten der aufgelösten Landesbank für die Sparkasse in der Summe auf 292 Millionen Euro belaufen, die der Berliner Landesbank auf 25 Millionen Euro. Markus Schabel empfiehlt grundsätzlich, auf Ebene der Landesbanken, der Versicherungen und der Bausparkassen, die mit den Sparkassen in Verbindungen stehen, über Verschmelzungen nachzudenken. Markus Schabel: „Es muss gefragt werden, wie viele Anbieter mit ähnlichem Leistungsportfolio sich die Sparkassen künftig noch leisten wollen.“

Pflock eingeschlagen

Und die Sparkasse Münsterland Ost hat vorgesorgt, wenn es um mehr Zusammenarbeit geht: Von Münster und Warendorf aus betreuen 330 Mitarbeiter 58 andere Sparkasse und verbundene Unternehmen als Service-Unternehmen, von der Kreditsachbearbeitung bis zum Personalservice. In diesem Bereich seien in Zukunft größere Zusammenlegungen vorstellbar. Markus Schabel: „Wir haben einen Pflock in die Erde gerammt, denn auf der Landkarte sind wir nicht natürlich gesetzt.“ Fusionen mit anderen Sparkassen seien dagegen nicht mehr denkbar: „Das ist keine Methode der Zukunft, sondern ein Gedanke von gestern.“

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