Stadt kauft künftig nur grünen Strom
In Beckums öffentlichen Gebäuden soll nur Strom aus regenerativen Energiequellen fließen. Mia macht vor wie’s geht.

Einen entsprechenden Vorschlag hatte die Verwaltung vor dem anstehenden Vertragsabschluss unterbreitet. Die Stromlieferungen an die Stadt, die mit einem Kostenvolumen von jährlich rund 580 000 Euro taxiert werden, sind laut Urteil des Europäischen Gerichtshofs europaweit auszuschreiben.

Wenn Beckum als Klimaschutzkommune nur Energie aus erneuerbaren Quellen bezieht, mindert das den CO2-Ausstoß Berechnungen zufolge um nahezu 86 Prozent. Das entspricht einer Einsparung von rund 1371 Tonnen im Jahr. Die dafür anzusetzenden Mehrkosten von 30 000 Euro sind nach übereinstimmender Meinung der Fraktionen ein guter Preis für diesen Vorteil.

Die Frage im Ausschuss blieb allerdings: Wie wird ein potenzieller Lieferant zuverlässig nachweisen können, dass er reinen Ökostrom in die Beckumer Leitungen einspeist? Und wie kann die Stadt kontrollieren, dass die Anlagen, mit denen die Energiegewonnen wird, nicht zu alt sind. Denn auch dieser Aspekt soll Bestandteil des Liefervertrags bis Ende 2019 werden? Zur Methode einer wirksamen Kontrolle der Vertragsbedingungen konnte Fachbereichsleiterin Brigitte Janz keine eindeutigen Aussagen machen.

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