Taxifahrten werden deutlich teurer
Der Kreisausschuss empfiehlt dem Kreistag eine Erhöhung der Taxigebühren. Hintergrund für die Angleichung ist die Einführung des Mindestlohns. Der Kreistag tagt öffentlich am Freitag, 12. Dezember, ab 9 Uhr im Sparkassenforum in Warendorf, Freckenhorster Straße.

Begründet ist sie im ab 2015 geltenden Mindestlohn von 8,50 Euro, der auch für Taxifahrer gilt, die derzeit zwischen 6 und 6,75 Euro pro Stunde erhalten. Legt man nur diese Zahlen zu Grunde, müsste die Erhöhung der Fahrpreise um 34 Prozent erfolgen. Da allerdings die Treibstoffpreise erheblich gesunken und die Unternehmen zudem aufgefordert seien, in ihren betrieblichen Abläufen Einsparungen zu realisieren, fällt die Anpassung niedriger aus, wie Kreisdezernent Dr. Peter Hansen erläuterte. „Sowas kommt von sowas“, kommentierte FDP-Fraktionsvorsitzender Markus Diekhoff die Entwicklung mit Blick auf die Einführung des Mindestlohns. Stephan Schulte (Linke) fehlte noch die zu der Preiserhöhung passende betriebswirtschaftliche Kalkulation. Klar für die Anhebung sprachen sich die Sozialdemokraten aus. Fraktionsvorsitzende Dagmar Arnkens-Homann zur derzeitigen Situation der Beschäftigten: „Die Taxifahrer gehen nach der Arbeit zum Sozialamt – als Aufstocker.“

Grundpreis

Der Grundpreis für Taxifahrten erhält demnach ab kommendem Jahr (Februar) einen Aufschlag von 50 Cent – 3,20 Euro für Fahrten bei Tag, 3,60 Euro bei Nacht (sowie an Sonn- und Feiertagen). Die Kilometerpauschale wird auf zwei Euro erhöht (nachts sowie an Sonn- und Feiertagen 2,10 Euro), was einer Anhebung von 30 Cent entspricht. Der Großraumtaxenzuschlag bleibt stabil bei fünf Euro. Damit wurde dem Antrag des Verbandes des privaten gewerblichen Straßenpersonenverkehrs gefolgt, der 5,90 gefordert hatte. Der Stundenlohn eines Fahrers sei nicht abhängig von der Art der Taxen, die er fährt, heißt es dazu in der Begründung der Kreisverwaltung, diesen Preis nicht anzuheben. Die Umstellung der Tarife kann deshalb nicht schon zum 1. Januar erfolgen, da die Fahrpreisanzeiger in den Taxis zunächst neu programmiert und dann geeicht werden müssen.

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