Trommeln stärkt Selbstwert von Kindern
Foto: Frenz
Mit Begeisterung und Lebensfreude ahmten die Jungen und Mädchen im Elisabeth-Kindergarten gestern die Trommelschläge und Bewegungen von Kagni Hetcheli nach.
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Die Augen der Jungen und Mädchen strahlten, als sie mit kleinen afrikanischen Trommeln in der Turnhalle saßen und konzentriert zu Kagni Hetcheli, alias „DJ Dr. Fofo“ vom Trommelzauber-Team blickten, der ihnen nicht nur das Spielen des Instruments beibrachte, sondern sein Mitmach-Programm mit Gesang und Tanz kombinierte.

 Aufmerksam und voller Konzentration machten die Kinder die rythmischen Trommelschläge nach, die Hetcheli ihnen zeigte. Sie ahmten die tänzerischen Bewegungen nach, die er vorführte und sangen gemeinsam die dazugehörigen Lieder.

Als Aktion des Familienzentrums geplant

Hintergrund

Bereits seit rund 20 Jahren bietet das Trommelzauber-Team laut eigenen Angaben Trommel-Mitmach-Aktionen für Kinder an. „Kinder an die Trommeln“ ist das verkündete Motto. „Denn trommelnde Kinder sind frohe und starke Kinder, die spielerisch lernen“, heißt es weiter. Das Konzept: Gemeinsam interaktiv, integrativ und inklusiv werde nach dem Konzept von Johnny Lamprecht zu afrikanischer Musik getrommelt, gesungen und getanzt. Die Kinder machten dabei begeistert mit, weil sie intuitiv spüren würden, dass alles authentisch sei und es Freude mache, heißt es vom Team. Ziel der Aktion sei es, das Selbstwertgefühl der Kinder zu stärken, ihnen Lebensfreude zu vermitteln und sie Gemeinschaft spüren zu lassen. Dafür setzten sich im Team neun begeisterte Trommler aus insgesamt fünf Ländern ein. Insgesamt 5000 afrikanische Trommeln stehen ihnen für Aktionen zur Verfügung

Ursprünglich hatte die Aktion im vergangenen Kindergartenjahr als gemeinschaftliches Projekt des Warendorfer Familienzentrums mit dem Theresa-Kindergarten und dem Evangelischen Kindergarten zusammen mit den Eltern stattfinden sollen, berichtete Barbara Schoppmann als Leiterin der Einrichtung an der Mozartstraße.

Im Theresa-Kindergarten sei dies vor der Pandemie bereits umgesetzt worden, im Elisabeth-Kindergarten und im Evangelischen Kindergarten sei die Aktion jedoch coronabedingt verschoben worden. „Die Eltern dürfen derzeit noch nicht in die Einrichtung kommen, deswegen holen wir die Trommel-Aktion jetzt nur mit den Kindern nach“, sagte Schoppmann.

Empfohlen worden sei das Trommelzauber-Team vom Haus der Familie, denn die pädagogischen Effekte des Trommelns seien vielfältig: Die Kinder erlebten etwa ein einzigartiges Gemeinschaftsgefühl, welches soziale und kulturelle Grenzen überwindet, und lernten die afrikanische Kultur und Lebensfreude kennen.

Beim Trommeln bekämen sie zudem spielerischen Zugang zur eigenen Kreativität, ihre Konzentrationsfähigkeit werde gesteigert und ihre Motorik geschult. Zudem habe das gemeinsame Trommeln, Tanzen und Singen einen positiven Einfluss auf das Selbstwertgefühl der Kinder, denn rasche Lernerfolge bestärkten sie in ihrem Können.

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