Über Nacht 200 Mitarbeiter mehr
Bild: Kraneburg
Die geplante Erweiterung des Grünen Zentrums in Warendorf an der Waldenburger Straße soll mehr Raum schaffen – auch für Teile der Kreisverwaltung. Vorgesehen ist unter anderem dort das Jobcenter anzusiedeln. Die Standorte Brede und Südstraße in Warendorf würden dann aufgegeben.
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„Die Handwerker haben bis zuletzt Hand angelegt, und es ist richtig gut geworden“, zeigt sich die bisherige Geschäftsführerin und nun neue Amtsleiterin des Jobcenters, Petra Schreier, sehr zufrieden mit den Umbauarbeiten in Warendorf und besonders in Ahlen. Dort ist das ehemalige Gesundheitsamt zur Anlaufstelle des Jobcenters umgestaltet worden. Einige Kleinigkeiten fehlen allerdings noch: Ein Leitsystem muss noch gefertigt werden und auch die Namensschilder an den Bürotüren sind noch nicht alle angebracht. Aber das werde in Kürze erledigt sein, hofft Schreier: „Wir wollen es so bürgernah wie möglich machen.“

194,5 Planstellen bringt das Jobcenter mit in die Kreisverwaltung. Das sind rund 200 Mitarbeiter, wobei noch nicht alle Stellen besetzt sind. 112 Beschäftigte wurden in diesem Zusammenhang von der Bundesagentur übergeleitet, 33 sind von Kommunen des Kreises abgeordnet worden. Zwei Umzüge, die Schaffung eines ganz neuen Amtes, tausende von Datensätzen, die in eine neue EDV übergeführt werden mussten – jetzt gilt es für Amtsleiterin Schreier noch, die kleinen Anlaufschwierigkeiten zu bewältigen, um dann etwas durchatmen zu können.

Umzug in Neubau geplant

Dann könnte aber schon das nächste Projekt auf der Agenda stehen. Langfristig ist die Perspektive, mit der Anlaufstelle in Warendorf (Südstraße) und dem Verwaltungsgebäude (Brede) in den geplanten Neubau am Grünen Zentrum umzuziehen. Der Geschäftsführer des Landwirtschaftlichen Kreisverbands Warendorf, Dr. Matthias Quas, signalisierte gestern, mit diesem Großprojekt auf einem guten Weg zu sein. Der Neubau soll neben dem schon bestehenden Zentrum an der Waldenburger Straße entstehen. Dort soll nicht nur das Jobcenter angesiedelt werden, sondern auch weitere Teile der benachbarten Kreisverwaltung könnten dort ihr Domizil finden. „Ich bin ganz hoffnungsfroh, dass wir im Laufe des Jahres 2013 soweit sind“, so Dr. Quas. Daran mag Petra Schreier momentan nach den ganzen Umstrukturierungen noch gar nicht ganz denken: „Es sitzt auch jeder jetzt.“

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