Übung: Schwerverletzt in der Zementmühle
Geschafft: Der bereits vor Ort Erstversorgte ist aus dem Mühleninneren befreit worden.

Die hat die Beckumer Feuerwehr gemeinsam mit Mitarbeitern der Firma Holcim im Rahmen von deren Sicherheitstagen am Donnerstagmorgen im Werk Kollenbach durchgeführt.

Punkt 10 Uhr erreicht der Notruf die Helfer. Bei Wartungsarbeiten, so die Meldung, ist ein Mitarbeiter im Inneren einer Zementmühle verunglückt und nicht ansprechbar. Wenige Minuten später sind die ersten beiden Einsatzkräfte vom Rettungsdienst vor Ort. Vom Werkstor aus werden sie von Holcim-Posten über das unübersichtliche Werksgelände zum Unfallort gelotst.

Dort muss zunächst sichergestellt werden, dass die betroffene Anlage außer Betrieb ist, bevor sich die Helfer durch eine enge Luke in das Innere der Mühle zwängen. Schnell wird dort klar: Zur technischen Rettung ist Verstärkung gefragt. Während der Verletzte im Mühleninneren medizinisch versorgt und stabilisiert wird, bereiten acht Kameraden der Feuerwehr den schwierigen Transport des Verletzten vor. Der wird zunächst behutsam durch den Einstieg bugsiert, dann auf eine Wannentrage gelegt.

Über eine Leiter wird die mit zwei Seilen gesicherte Trage behutsam etwa drei Meter tief auf den Boden der Werkshalle herabgelassen. Dann läuft alles routiniert weiter. Der Verunglückte wird erneut auf eine fahrbahre Trage umgelagert und zum Abtransport in den Rettungswagen gebracht. Die Stoppuhr klickt: Genau 40 Minuten sind seit der Alarmierung vergangen.

„Ich bin absolut zufrieden“, bilanziert Heiko Böcking von der Beckumer Feuerwehr angesichts dieses Werts. Unter Einsatzleitung von Christian Heickmann ist alles gelaufen wie es sollte. Grund also zu positiver Bilanz nach einem außergewöhnlichen Probeeinsatz. Auch das Holcim-Teasm um Martin Tebeck zeigt sich beim abschließenden gemeinsamen Frühstück erfreut über den glattten Ablauf. Alles bestens. Abrücken.

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