Vereine kämpfen an vielen Fronten
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Übergabe der Urkunden an die Vereine nahmen Landrat Dr. Olaf Gericke und Ferdi Schmal vor.
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 Vertreter von 41 Sportvereinen im Kreis waren im Saal des Restaurants Lindenhof in Enniger zusammengekommen, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und den Haushaltsplan für 2018 zu beschließen. Doch vorher galt es, sieben Sportvereine für ihre außerordentliche Qualifizierungsarbeit zu würdigen. Landrat Dr. Olaf Gericke und Ferdi Schmal zeichneten die Vereinsvertreter stellvertretend mit einer Urkunde sowie 1000 Euro für die Vereinsarbeit aus. Zu den Preisträgern zählten der TUS Freckenhorst, TV Einigkeit Ahlen, TV Jahn Oelde, Hap-Ki-Do Klub Oelde, VfL Sassenberg, TV Beckum und die Judo-Sportgemeinschaft Ahlen.

Teil der Gesellschaft

In seinem Grußwort betonte der Landrat die Bedeutung des KSB. Für ihn sei die Dachorganisation der Sportvereine ein kompetenter Ansprechpartner. Dr. Gericke unterstrich die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements, das in den Vereinen geleistet werde. Dies sei ein wichtiger Beitrag zum gesellschaftlichen Leben, betonte er. Auch der KSB-Präsident stellte das Ehrenamt in den Mittelpunkt seines Vortrags. Mehr als fünf Millionen Sportler seien in den 18 500 Vereinen des Landes organisiert. Die Vereine leisteten ehrenamtliche Arbeiten, die der Staat nicht übernehmen könne. Doch diese Zahlen dürften nicht darüber hinwegtäuschen, dass es durchaus problematische Entwicklungen gebe, betonte Schmal. Die Sportlandschaft sei im Umbruch. Weniger Menschen wären bereit, Verantwortung zu übernehmen. Dadurch drohe den Organisationen eine Überalterung, da es schwerer werde, jüngere Nachfolger zu finden. Außerdem zeichne sich eine Entwicklung ab, die zeige, dass die Mitgliedszahlen in den Fitness-Studios steige, während sie in Turn- und Sportvereinen rückläufig seien, sagte Schmal. Diesem Trend gelte es entgegenzuwirken. Die Politik sei, so die Einschätzung des KSB-Präsidenten, auf allen Ebenen gefordert. Ein wichtiger Punkt sei dabei der Abbau der Bürokratie.

Haushalt 370 000 Euro

Im vergangenen Geschäftsjahr hat der KSB eine Vielzahl von Maßnahmen der 285 Mitgliedsvereine gefördert, das erläuterte Christof Kelzenberg den Vereinsvertretern. Er forderte sie auf, sich durch bürokratische Hürden bei der Förderung von Projekten nicht abschrecken zu lassen. 97 Vereine haben im vergangenen Jahr Förderanträge gestellt. Kelzenberg machte deutlich, dass der KSB bei allen Fragen ein kompetenter Ansprechpartner sei, der den Mitgliedern helfend zur Seite stehe. Jürgen Wenning, Vizepräsident und für die KSB-Finanzen zuständig, legte den Geschäftsbericht für das vergangene Jahr vor. Nachdem die Prüfer die ordnungsgemäße Führung der Kasse bestätigt hatten, wurde das Präsidium einstimmig entlastet. Auch der Finanzplan für das laufende Geschäftsjahr, der erneut von einem Haushalt mit einem Volumen von 370 000 Euro ausgeht, wurde ohne Gegenstimmen beschlossen. Durch das Inkrafttreten der EU-Datenschutz-Grundverordnung werde auf die Vereine in diesem Jahr eine große Veränderung zukommen, machte Kelzenberg deutlich. So müsse ein Datenschutzbeauftragter benannt werden. Wie die Umsetzung der Verordnung genau zu vollziehen sei, soll den im KSB organisierten Vereinen in vier Informationsveranstaltungen nähergebracht werden. Die Termine gibt der KSB bekannt.

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