Verschärft gegen Schuldner vorgehen
Stärker als bisher sollen Schuldner des Kreises auf ihre Zahlungspflichen hingewiesen werden.

Nicht gezahlte Kindergartenbeiträge, verbummelte Knöllchen, versäumte Bußgelder ausstehende Unterhaltszahlungen, die vom Kreis vorgestreckt werden – die Summe, so Dr.  Funke, läppert sich. Und da der Kreis auf jeden Euro angewiesen ist, wird jetzt eine verschärfte Gangart eingeschlagen. Die Zusammenarbeit mit privaten „Vollstreckern“ sei derzeit zwar noch nicht erlaubt, aber im eigenen Hause seien die Mitarbeiter inzwischen geschult worden. Neben den bisher schon üblichen Praktiken wie Pfändungen und Zwangsgeldern, werden die Schuldner in Zukunft noch direkter angesprochen.

Abendlicher Anruf

Da muss der „säumige Vater“ auch abends mit einem Anruf rechnen, der bestimmt darauf hinweist, dass seine Zahlung sehnlichst erwartet wird. Auch eine verbesserte Vernetzung macht es möglich, zu sehen, ob ein Antragssteller an anderer Stelle noch eine offene Rechnung hat. So wird kein Kraftfahrzeug mehr angemeldet werden können, wenn eine vorherige Rechnung in diesem Bereich noch nicht beglichen ist. Bei 61 000 Einzelforderungen will man sich nach Auskunft von Dr. Funke besonders auf die „größeren Beträge“ (ab 500 Euro) konzentrieren – rund 40 Forderungen über 10 000 Euro lägen ihm regelmäßig vor. Das bedeute aber nicht, dass kleinere Beträge unter den Tisch fielen, wenn man sie nur lange genug herauszögere. Dr. Stefan Funke war sich dabei mit den Ausschussmitgliedern einig: Das wäre in einer Zeit, da sich die Zahlungsmoral ohnehin schon verschlechtert habe, das völlig falsche Signal.

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