Viele Wege führen zum Ausbildungsplatz
Die Ahlenerin Melek Sensoy (r.) absolviert eine Ausbildung als medizinische Fachangestellte. Mit im Bild Dr. Albert Esselmann, Mitinhaber der überörtlichen Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin, Lungen- und Bronchialheilkunde, Allergologie und Schlafmedizin, und Arbeitsvermittlerin Elke Schlautmann vom Jobcenter.

Es hat nach dem Übergang in die Trägerschaft des Kreises Warendorf erstmals auch die Ausbildungsvermittlung für Jugendliche und junge Erwachsene in Eigenregie durchgeführt. Amtsleiterin Petra Schreier freut sich über dieses Ergebnis und sieht ihre Strategie bestätigt: „Wir sind nah dran an den Jugendlichen und geben keinen verloren.“

Schnell fündig geworden

Erfreut ist sie darüber, dass es vielen Jugendlichen gelingt, schnell eine Ausbildungsstelle zu finden. Eines der vielen positiven Beispiele ist Melek Sensoy. Die Ahlenerin wollte nach der Mittleren Reife Krankenpflegerin oder medizinische Fachangestellte werden. Das Jobcenter beriet und unterstützte sie bereits während der Schulzeit bei der Ausbildungsplatzsuche. Schon einer der ersten gezielten Vermittlungsvorschläge erwies sich als Treffer. Mit der überörtlichen Gemeinschaftspraxis von Dr. Waltert und Dr. Esselmann für Innere Medizin, Lungen- und Bronchialheilkunde, Allergologie und Schlafmedizin, fand sich ein Arbeitgeber. Dieser war nach einem „Schnupperpraktikum“ begeistert von der 17-Jährigen und akzeptierte, dass sie bei der Arbeit ein Kopftuch trägt. „Mit meinem Ausbildungsplatz bin ich sehr zufrieden. Die Arbeit gefällt mir“, sagt die in Deutschland aufgewachsene Tochter einer türkischen Familie. Anders war die Ausgangslage bei Thomas Roth. Der 24-Jährige tat sich nach dem Abitur und dem Wehrdienst zunächst schwer bei der Berufswahl. Dann wandte er sich ans Jobcenter.

Alle Bewerber versorgt

Mit Erfolg – am 1. August begann er eine Ausbildung als Industriekaufmann bei der Firma Eternit in Beckum. Doch oft ist die Vermittlung nicht so einfach wie bei diesen Beispielen. Für einige Jugendliche ist der Weg in eine Ausbildung aus unterschiedlichen Gründen nicht auf Anhieb möglich. Das Jobcenter im Kreis unterstützt sie mit vielfältigen Förderangeboten. Im Rahmen der Nachvermittlungsaktionen kümmert sich das Jobcenter auch um die 20 noch unversorgte Jugendlichen und junge Erwachsenen. Dabei arbeitet das Jobcenter eng mit den Kammern und der Agentur für Arbeit zusammen, damit möglichst jeder einen Ausbildungsplatz oder ein sinnvolles Alternativangebot erhält. Petra Schreier zieht ein Zwischenfazit. „Wir werden nach derzeitigem Stand alle unterbringen.“

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