Wachstum nicht der einzige Weg für Höfe
Bild: Baumjohann
Hauptkursteilnehmer Marina Becker und Matthias Roxel moderierten. Roxel: „Chancen für einzelne Betriebe können eine Falle für den gesamten Berufsstand werden.“ Junge Menschen wollen ihre Landwirtschaft mit jungen Ideen voranbringen.                      
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Die Antworten fielen ganz unterschiedlich aus. „Wer nicht wächst, wird irgendwann ausscheiden“, ist Bernhard Gründken überzeugt. Der sozioökonomische Berater der Landwirtschaftskammer verwies auf sinkende Deckungsbeiträge, aber auch auf Möglichkeiten, abseits vom Bau eines weiteren Stalls zu wachsen: „Zwischen vergleichbaren Betrieben gibt es sehr große Leistungsunterschiede.“ Dem Wachstum um jeden Preis erteilte Gründken eine Absage: „Stallbauten lohnen sich nicht mehr immer, das Wachstum stößt an Grenzen.“

Mehr Tierwohl, weniger Flächen

Regina Selhorst, Präsidentin des westfälisch-lippischen Landfrauenverbandes, nannte qualitatives Wachstum als bedenkenswerte Alternative. Mehr Tierwohl, weniger Fläche, mehr Bio könnten angesichts gesellschaftlicher Veränderungen gangbare Wege sein: „Der Landwirt hat immer noch ein hohes Ansehen, die Landwirtschaft aber ist der Sündenbock und steht am Rande der Gesellschaft.“ Mit der Phantasie der jungen Leute werde es im ländlichen Raum eine gute Zukunft geben, zeigte sich Selhorst überzeugt.

Weitere Berichte lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der „Glocke“ auf der Kreisseite Warendorf.

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