Warten auf den Klimaschutzkoordinator 
Die Ermittlung des Windmassenpotenzials im Kreis Warendorf gehört in das Ressort des zukünftigen Klimaschutzkoordinators.

„Wir versuchen, diese Position so schnell wie möglich zu besetzen“, weist Kreispressesprecher Norbert Kampelmann allerdings daraufhin, dass eine vorzeitige Ausschreibung „förderschädlich“ sei – sprich: Ohne das grüne Licht aus Berlin oder Bonn (Bundesumweltministerium) gibt es keinen Zuschuss. Da der Antrag, mit einstimmigem Votum des Kreistags, aber so frühzeitig auf die Reise gegangen ist, so Kampelmann, sei man zuversichtlich, eine baldige Zusage zu bekommen – der Fördertopf ist allerdings endlich. Wenn alles gut läuft, könnte der Bescheid aber schon im Februar vorliegen. Eng verbunden mit der Stelle ist das Energie- und Klimaschutzkonzept des Kreises, das bisher nur in der Entwurfsfassung vorliegt und auf weitere Ausarbeitung wartet. „Es bleibt aber nicht alles liegen, nur weil wir jetzt keinen Klimaschutzbeauftragten haben“, versichert Norbert Kampelmann. In den Fachabteilungen werde wie bisher konzentriert an aktuellen Aufgabenstellungen weiter gearbeitet. Formuliert ist bereits ein Klimaschutzfahrplan, dem sich der Koordinator widmen soll.

Plan verschiebt sich

Dieser Plan verschiebt sich in Teilen allerdings so lange, bis der Experte seinen Dienst aufnimmt. Viele Umwelt- und Energieprojekte benötigen im Kern jedoch nicht die Anwesenheit des Klimaschutzbeauftragten. So wird der Ausbau des Radwegenetzes weiter geplant, genauso wie der Ausbau der erneuerbaren Energien bei der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises in Ennigerloh. Schon eher in das Ressort des Experten fallen da Analysen von Wind- und Biomassenpotenzialen. Im Wesentlichen soll sich der neue Mann oder die neue Frau aber um die Vernetzung von Klimaschutzmaßnahmen der Städte und Gemeinden mit dem Kreis sowie der Öffentlichkeitsarbeit in diesem Bereich widmen. Solche Aufgabenstellungen fallen im Zeitplan zurück, solange die Stelle noch nicht besetzt ist. Dazu gehören laut Klimaschutzkonzept auch der Aufbau eines Solardachkatasters (ursprünglich ab April geplant), die Einrichtung eines Arbeitskreises Bürgerenergieanlagen (ab Oktober) und Marketing für Energie- und Klimaschutz (ab Anfang 2013).

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