Wehr wirbt um Frauen und Migranten
Bild: Hübl
Die Bürgermeister trafen sich am Freitag in Ahlen. Schwerpunktmäßig beschäftigten sie sich mit den Themen „Feuerwehr“ und „Kommunalfinanzen“.
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Zum einen beschäftigten sich die 13 Ersten Bürger der Städte und Gemeinden im Kreis Warendorf mit der Stärkung der ehrenamtlichen Feuerwehren, zum anderen stellte Martina Lohmann, Kämmerin der Stadt Ennigerloh, den Entwurf eines ländlichen Wegekonzepts vor, und es wurde die allgemeine finanzielle Situation der Kommunen diskutiert.

Ehrensache

Das Projekt „Feuerwehrensache“, das das Ministerium für Inneres und Kommunalen und der Verband der Feuerwehren in NRW gemeinsam ins Leben gerufen haben, erläuterte Gastgeber Benedikt Ruhmöller seinen Amtskollegen. Die Feuerwehren im Kreis würden durch das Ehrenamt getragen, erklärte er. Aufgrund der demografischen Entwicklung gelte es nun, dieses Ehrenamt für die Bevölkerung interessant zu machen. „Feuerwehr ist zum allergrößten Teil noch eine männliche Geschichte. Es ist unabdingbar, dass wir auch Frauen für dieses Ehrenamt gewinnen“, betonte Ruhmöller. Außerdem gebe es bei der Freiwilligen Feuerwehr so gut wie keine Menschen mit Migrationshintergrund. Ziel müsse es sein, auch Menschen anderer Kulturen zu vermitteln, dass Feuerwehr eine wichtige und spannende Aufgabe sei. Wenn diese beiden gesellschaftlichen Gruppen für den Dienst bei den Feuerwehren gewonnen werden könnten, dann könne der demografischen Entwicklung entgegengewirkt werden. Der Ahlener Stadtbrandmeister und Leiter der Feuerwache, Walter Wolf, sei eng in dieses Projekt eingebunden und stehe den anderen Kommunen mit seinen Erfahrungen zur Verfügung, machte Ruhmöller deutlich.

Wirtschaftswege

Einen breiten Raum nahm bei der Konferenz der Erhalt der Wirtschaftswege ein. Dazu hat die Stadt Ennigerloh ein Konzept aufgestellt. „Im Rahmen eines Pilotprojekts werden zunächst die Wirtschaftswege aufgenommen. Danach wird geprüft, welche Wirtschaftswege in Zukunft mit welchem Aufwand unterhalten werden sollen. Das geschieht in enger Kooperation mit Vertretern der Landwirtschaft“, erläuterte der Sprecher der Bürgermeisterkonferenz, Dr. Karl-Uwe Strothmann. Dabei werde diskutiert, ob bestimmte Wege nicht an Anlieger überschrieben werden könnten, um damit die Kosten für die Kommunen zu minimieren.

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