Weide-Rinder entschärfen Zecken-Gefahr
Die Heckrinder der Nabu-Schutzstation halten die Gegend weitgehend frei von Zecken mit Borrelien-Infektion.

Danach werde die Größe der Zeckenpopulation und deren Durchseuchungsgrad mit Borreliose-Erregern von verschiedenen Faktoren bestimmt. So wurde nachgewiesen, dass infizierte Zecken, die an Wiederkäuern wie Rindern und Ziegen Blut saugen, ihre Borrelien-Infektion anschließend zu 100 Prozent verloren haben und somit die Krankheit nicht mehr auf Menschen oder andere Zwischenwirte übertragen können. Die Beweidung mit Rindern, Schafen und Ziegen verringert demnach deutlich das Risiko für den Menschen, an einer Infektion mit Borreliose zu erkranken.

„Für unsere Beweidungsgebiete an der Ems bei Telgte, in der Emmerbachaue bei Davensberg und am Brunsberg bei Beckum bedeutet das, dass im Umfeld dieser Gebiete die Borreliose-Durchseuchung deutlich sinken wird“, ist sich Kristian Mantel sicher. Er betreut die Beweidungsprojekte mit Heckrindern und Konik-Pferden bei der Nabu-Naturschutzstation Münsterland. Mantel: „Das ist auch für uns ein unerwartete und erfreuliche Neuigkeit.“

Die Untersuchungen zeigten weiterhin, dass die regelmäßige Leerung von verschlossenen und aufgehängten Müllbehältern den Durchseuchungsgrad bei Nagern wie Ratten und Mäusen senkt, von denen die Borrelien auf die Zecken übertragen werden. Dadurch würden weniger Zecken infiziert und auch das Risiko der Übertragung von Borreliose auf den Menschen im Falle eines Zeckenbisses verringert, heißt es in der Mitteilung.

Die Baden-Württemberg-Stiftung hatte 45 Flächen mit gutem oder schlechtem Müllmanagement, Waldränder und Wiesen mit und ohne Beweidung sowie Grillplätze untersucht.

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