Weiterbildung wird finanziell gefördert
Erfolgsmodell Bildungsscheck: Am „Runden Tisch“ der 20 Bildungsberatungsstellen im Münsterland sind jetzt die Neuerungen besprochen worden.

Der Bildungsscheck muss vor der Anmeldung zur Weiterbildung ausgestellt werden. Die Attraktivität des Bildungsschecks sei bei der individuellen Vergabe an Beschäftigte nochmals gestiegen, resümierten jetzt die Mitglieder des Runden Tisches „Bildungsscheck“. Die Regionalagentur Münsterland koordiniert die Umsetzung in ihrer Region. Beim „Runden Tisch“ der 20 Bildungsberatungsstellen im Münsterland sind jetzt die Neuerungen besprochen worden. So können Arbeitnehmer fortan individuell eine berufliche Weiterbildung per Bildungsscheck beantragen, unabhängig von der Unternehmensgröße ihrer Arbeitgeber. Dasselbe gilt für Berufsrückkehrende und Existenzgründer in den ersten fünf Jahren. Der Bildungsscheck kann von vielen nun wieder jährlich sowohl privat als auch über den Betrieb beantragt werden. Auch die betrieblichen Voraussetzungen für eine Förderung haben sich stark verbessert. So können Unternehmen statt bisher zehn jetzt 20 Bildungsschecks pro Jahr beantragen, wobei in der Regel zehn Bildungsschecks folgender Zielgruppe vorbehalten werden müssen: Beschäftigte in Unternehmen mit bis zu 249 Angestellten, die seit mehr als vier Jahren nicht mehr im erlernten Beruf arbeiten, die keine abgeschlossene Berufsausbildung haben, die befristet beschäftigt oder älter als 50 Jahre sind. „Im Jahr 2010 wurden 5513 Bildungsschecks durch die 20 münsterlandweiten Bildungsberatungsstellen ausgegeben. Damit ist das Münsterland Spitzenreiter im Vergleich zu anderen NRW-Regionen. Das zeigt, dass das Angebot gefragt und der Wille zur Fortbildung vorhanden ist“, ziehen Anke Breitkopf und André Mannke von der Regionalagentur Münsterland Bilanz. „Gerade mit Blick auf den drohenden Fachkräftemangel sehen wir uns dazu verpflichtet, die berufliche Weiterbildung noch stärker zu fördern.“

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