Zehn Minuten für die eigene Zukunft
Bild: Knöpker
Die Eieruhr läuft: Die Personal-Referentinnen von Technotrans, Sassenberg, Astrid Borgmann und Tina Wegmeth (v. l.), kamen mit Pascale Scharnewski ins Gespräch.
Bild: Knöpker

 Die Eieruhr lief, als er den Personal-Referentinnen von „Technotrans“ in einem Zehn-Minuten-Gespräch seine beruflichen Pläne schilderte, sich über die Sassenberger Firma und seine Aussichten auf eine Ausbildung zum Industriekaufmann informieren ließ. Der Ahlener hinterließ einen positiven Eindruck: „Er ist motiviert, aufgeschlossen und engagiert sich ehrenamtlich“, gaben die Personalerinnen ihm abschließend gute Noten und rieten ihm, seine Bewerbungsmappe baldmöglichst zu schicken. Fast 300 Schüler von weiterführenden Schulen und Berufskollegs aus dem Kreis Warendorf waren gekommen, um nicht die große Liebe, sondern einen Ausbildungsplatz zu gewinnen.

„Flirtpartner“

„Flirtpartner“ waren 24 Unternehmen aus dem Kreis Warendorf, die ihre Fühler nach qualifizierten Jugendlichen für den Ausbildungsstart 2013 ausstreckten. Die Spielregeln waren einfach. Zehn Minuten hatten die jungen Leute Zeit, sich bei Firmenchefs, Personalleitern oder Ausbildern als künftige Lehrlinge ins Gespräch zu bringen. Neben großen Unternehmen wie Kaldewei, Veka, Geba Kunststoffcompounds, Voxtron und Technotrans waren auch viele mittelständische Unternehmen vertreten, die sich zum gegenseitigen Kennenlernen anboten. Carsten Taudt, Leiter des IHK-Geschäftsbereichs Bildung, zeigte sich zufrieden mit dem ersten Speed-Dating in Ahlen und sprach von einer Win-Win-Situation. „Wenn 2013 der Doppel-Abiturjahrgang verabschiedet wird, können sie ein letztes Mal aus dem Vollen schöpfen“, gab er die Prognose einer dann ständig sinkenden Zahl von Schulabgängern. Das Speed-Dating diente den Jugendlichen aber nicht nur zur Bewerbung. „Für viele waren die Gespräche auch Berufsorientierung“, sagte Taudt. „Von den Erfahrungen, die sie gemacht haben, werden sie auch bei zukünftigen Bewerbungen profitieren.“ Ahlens Bürgermeister Benedikt Ruhmöller lobte die Initiative der IHK. Trotz der guten Beteiligung hätte er sich noch mehr Initiative der Schulen gewünscht. Und Pascale hätte gern noch weitere Gespräche geführt, wenn die Mathearbeit nicht gewesen wäre.

SOCIAL BOOKMARKS