Zehntausende Narren feiern Straßenkarneval
Bild: Vredenburg
Zehntausende Narren feierten Rosenmontag in der Region - wie hier beim Kinderumzug in Rietberg.
Bild: Vredenburg

Bedenken, dass Umzüge wegen Terrorgefahr abgesagt werden, müssen Karnevalisten in den Kreisen Warendorf und Gütersloh nicht haben. Das bestätigten beide Kreispolizeibehörden am Montagmorgen auf Anfrage der „Glocke“.

Mit der Sonne um die Wette strahlten gestern in Rietberg die Jecken. Insgesamt 80 Fuß- und Wagengruppen mehr als 2000 Zugteilnehmern schlängelten sich am Rosenmontag durch die Innenstadt. Mehr als 30 000 Zuschauer säumten nach Schätzungen der Stadtverwaltung die Straßenränder.

Der Umzug in Rheda-Wiedenbrück war mit mehr als 50 Fußgruppen und Themenwagen  bestückt. Im wahrsten Wortsinn unter Strom standen Verwaltung und Rat der Doppelstadt. Sie bewarben das neue Stadtwerk.

In Langenberg gehen traditionell die Kinder zu Karneval auf die Straße. Der kleinste Umzug, der alljährlich von der Brinkmannschule organisiert wird, wartet mit einer Besonderheit auf: Die Kamelle fliegen zur Freude der Grundschüler in die „falsche“ Richtung. Denn das gut gelaunte Publikum am Straßenrand wirft die heiß begehrten Leckereien zu den bunt kostümierten Mädchen und Jungen im Zug. Musikalisch begleitet vom Spielmannszug der St.-Lambertus-Schützenbruderschaft und der gemeinsamen Band von Blaskapelle und Jugendblaskapelle zog der jecke Tross ab 10 Uhr durch den Ortskern.

Spielmannszüge in bunter Kostümierung haben das Bild des Warendorfer Rosenmontagszugs mit geprägt. Er stand diesmal unter dem Motto „Karneval in Warendorf - Wir nehmen alle mir“. Die Organisatoren haben damit zum Ausdruck bringen wollen, dass niemand vom närrischen Geschehen ausgegrenzt werden soll.

In Beckum verfolgte der Warendorfer Landrat Dr. Olaf Gericke den Rosenmontagszug. Seine besondere Aufmerksamkeit erregt haben dürfte ein prachtvoller Karnevalswagen, der berichtete, dass die Beckumer nicht nur das BE-Kennzeichen, sondern auch das Kreishaus erobert haben. Außer lokalpolitischen Reizthemen behandelten die zahlreichen Wagen in der Püttstadt auch bunte Themen vom Dschungelbuch über Sponge-Bob bis hin zum Pumuckl.

Auch in Milte  hatten sich Wagenbauer und Fußgruppen mächtig ins Zeug gelegt. Ob Landjugendliche als Weihnachtsmänner oder „Kugelhexen“ als aus Luftballons gestaltete Weintrauben - der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt.

Ahlen  feiert am besten, Karneval im Wilden Westen“: Unter diesem Motto haben tausende Narren in der Wersestadt den Rosenmontag gefeiert. Bei dem Umzug der gut 40 Wagen, Fußgruppen und Musikkapellen durch die Stadt hatte die Gruppe „Nordwest-Humor“ das Sessionsmotto geschickt mit einem der in Ahlen aktuellen politischen Thema, der Grund- und Gewerbesteuererhöhung, verknüpft

Der närrische Lindwurm, der sich durch Münster  schlängelte, war stolze 4,5 Kilometer lang. 117 Wagen, Fußgruppen und Musikzüge zogen durch die Innenstadt. Unter den 100 000 Besuchern, die in der Domstadt Karneval feiern, sind traditionell viele Niederländer.

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