180 Rekruten legen Gelöbnis in Ahlen ab
Bild: Fechner
Unter den Augen ihrer Verwandten, Freunde und Bekannten, die auf den Rängen Platz genommen hatten, rückten die Rekruten des Aufklärungsbataillons 7 aus der Westfalenkaserne Ahlen mit zwei Zügen in das Stadion des Sportparks Nord ein.
Bild: Fechner

An dem Gelöbnis nahmen Soldaten aus dem Ahlener Aufklärungsbataillon 7, dem Jägerbataillon 1 aus Augustdorf und dem Panzergrenadierbataillon 212 aus Schwarzenborn teil. Ihnen folgten die Mitglieder des Luftwaffenmusikkorps und die Ehrenkompanie aus der Westfalenkaserne.

Besondere Beziehungen zu Ahlen

Der Kommandeur des gastgebenden Aufklärungsbataillons 7, Oberstleutnant Timo Gadow, begrüßte in seiner Ansprache die zwei Gastredner: Generalmajor a. D. Robert Bergmann, der als letzter Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 19 „Münsterland“ besondere Beziehungen zu Ahlen pflegt, und Bürgermeister Dr. Alexander Berger.

Oberstleutnant Gadow wies darauf hin, dass das feierliche Gelöbnis längst nicht mehr als ein Relikt der Vergangenheit angesehen werde, sondern ein Zeichen von Demokratie sei. Bürgermeister Dr. Alexander Berger machte darauf aufmerksam, dass der feierliche Gelöbnisappell für die Stadt Ahlen und für die Bundeswehr in gleicher Weise ein wichtiges Datum darstelle.

Bürgermeister erinnert an Dr. Paul Rosenbaum und Sidney Hinds

„Vor 60 Jahren zogen die ersten Soldaten – an Frauen in den Streitkräften war damals nicht zu denken – in die neu errichteten Gebäude der noch namenlosen Kaserne am Rande der Stadt ein“, sagte der Bürgermeister. In Erinnerung an das mutige Verhalten von Dr. Paul Rosenbaum und dem amerikanischen Kommandeur Sidney Hinds, die sich unsinnigen Befehlen am Ende des Kriegs widersetzt hatten, forderte Dr. Berger die Rekruten auf: „Eifern Sie den beiden nach in Ihrem Handeln. Bewahren Sie sich Ihren kritischen Geist und folgen Sie in allen Situationen Ihrem Gewissen.“

Mehr im „AT“ vom 24. Mai 2019!

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