21-Jähriger missbraucht Schwester

Ein 21-jähriger Ahlener wurde wegen Missbrauchs seiner zwölfjährigen Schwester zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung verurteilt.

Der Ahlener war angeklagt, Ende 2014/Anfang 2015 in drei Fällen seine zwölfjährige Schwester dazu gezwungen zu haben, ihn sexuell zu befriedigen. Genutzt hatte er jeweils die Gelegenheit, wenn er mit dem Mädchen allein in der Wohnung war. Als er beim zweiten Mal von einem Onkel überrascht wurde, hatte er diesem versprochen, solches nicht wieder zu tun. Dennoch hat er sich einen Monat später noch einmal an seiner Schwester vergangen.

„Wie kommt man denn auf eine solche Idee?“, wollte der Vorsitzende Richter von dem Angeklagten wissen. Der erzählte, er habe bemerkt, dass sein Vater auf dem heimischen Computer Pornos angeschaut habe. Beim Anklicken des Verlaufs im Internet habe er diese Pornos dann auch gesehen und anschließend aus Neugier so gehandelt. Später hatte sich der junge Mann bei der Polizei selbst angezeigt.

Das Jugendamt hatte dafür gesorgt, dass er in eine psychiatrische Klinik eingeliefert wurde, wo er nun seine Handlungen und seine psychischen Verletzungen – er sprach von Mobbing in Familie und Schule – aufarbeiten soll. In seinem Plädoyer hatte der Staatsanwalt ihm zugutegehalten, dass er durch seine Selbstanzeige seiner Schwester eine Aussage vor Gericht erspart habe. Dem schlossen sich der Verteidiger und das Gericht an.

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