21 Porträts machen Inklusion lebendig
Bild: Kalläne
Fotografien von Menschen mit Behinderung sind bis zu den Osterferien in der Pausenhalle des Schulzentrums St. Michael in Ahlen ausgestellt. Sie sollen zu Gedanken zum Thema Inklusion anregen. Das Bild zeigt (v. l.) Pia Muckermann und Edwina Kleier (11. Klasse) mit Seda Tiryakioglu (Kinderschutzbund), Mechthild Frisch (Schulleiterin Gymnasium St. Michael), Lothar Weichel (Schulleiter Berufskolleg St. Michael), Johannes Gröger (Schulseelsorger), Sylvia Klett (Kinderschutzbund), Stefan Bagert (Schulseelsorger) und Henrich Berkhoff (Vorsitzender Kinderschutzbund Kreisverband Warendorf).
Bild: Kalläne

 „Wir sind alle verschieden. Jeder hat andere Stärken und die müssen wir wertschätzen lernen“, betonte Henrich Berkhoff, Vorsitzender vom Kinderschutzbund Kreisverband Warendorf, gestern bei der Eröffnung der Ausstellung.

„Den kenne ich“, „Ist das nicht...“ waren einige Aussagen von Schülern beim Betrachten der Bilder. Die Fotos sind in der Ahlener Region von Rike Möllmann und Judith Wiesrecker gemacht worden. Sie wurden dabei unterstützt von der Fotografin Annet van der Voort aus Drensteinfurt. Die Wanderausstellung wurde bereits im Düsseldorfer Landtag gezeigt. Nun hängen die Abbildungen bis zu den Osterferien in der Pausenhalle des Schulzentrums St. Michael. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Gymnasium und dem Berufskolleg St. Michael sowie dem Kinderschutzbund des Kreisverbands Warendorf.

„Es ist eine Chance, etwas mehr wahrzunehmen als den Alltag. Man kann seine Perspektive so erweitern“, betonte Schulleiterin des Gymnasiums, Mechthild Frisch.

Lothar Weichel, Schulleiter des Berufskollegs, wies darauf hin, dass im kommenden Schuljahr fünf Schüler mit Behinderung aufgenommen würden. Stefan Bagert, Schulseelsorger, hofft, dass nicht nur die Defizite bei Menschen mit Behinderung gesehen würden, sondern auch deren Erfahrungen und Stärken.

Programm zusätzlich zur Foto-Ausstellung

Die Ausstellung wird ergänzt von begleitenden Angeboten wie zum Beispiel in die Herausforderungen des anderen bei der Veranstaltung „Sehen-Fühlen-Rollen“ einzutauchen. Schüler können einen Rundweg mit Rollstuhl bewältigen oder Sehbrillen und Kopfhörer aufsetzen sowie eine Beinversteifung anlegen.

Außerdem gibt es ein Gespräch für Eltern, Lehrer und Schüler der Oberstufe über Erfahrungen mit Schule und Inklusion am Montag, 31. März, ab 13.45 Uhr. Und ein Lehrergespräch über Lust und Frust an Inklusion ist für Donnerstag, 27. März, ab 14 Uhr in den Räumen des Kinderschutzbundes geplant. Während der Ausstellungsdauer gibt es ein Filmangebot für Schüler. Unter anderem die neue Dokumentation von Regisseur Erwin Wagenhofer („We feed the world“) „Alphabet“ wird am Montag, 10. März, ab 17 und 19 Uhr im Ahlener Cinema gezeigt.

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