„AT“-Weiberfastnacht mit 700 Narren
Bild: Fechner
Guten Freunden gibt man ein Küsschen. Oder auch zwei? Oder drei? In Geberlaune jedenfalls präsentierten sich diese drei Mädels bei der „AT“-Weiberfastnachtsparty in der Stadthalle Ahlen.
Bild: Fechner

Was Ben frisch gebackenen Eltern in Ahlen seit Jahren der liebste Vorname ist, ist das kunterbunte Einhorn der Damenwelt liebstes Kostüm. Wer durch die Stadthalle bewegte, dem lief alle paar Meter eines der Fabelwesen über den Weg. Und die hatten genauso wie all die Matrosen, Polizistinnen, Marienkäfer und auch Hippies nur eines im Sinn: Feiern!

Tanzfläche ist schnell belagert

Über den Donnerstagabend verteilt, machten rund 700 Karnevalsfreunde die Stadthalle zur Partyzone. Einen langen Anlauf brauchte DJ Ear (Björn Schumacher) nicht, um die Menge in Bewegung zu bringen: Kölsche Stimmungskanonen, Chartkracher, Après-Ski-Hits und Schlager der 1970er-Jahre waren Garanten für eine volle Tanzfläche.

Mit der fünften Jahreszeit ist der 32-Jährige, der in Hamm lebt, vertraut. „Ich komme aus Bochum und kenne daher die Karnevalspartys in Wattenscheid: Da wird immer ordentlich gefeiert“, sagte er. „‚Superjeilezick‘, ‚Schatzi, schenk mir ein Foto‘ und ‚Hulapalu‘ gehen immer“, weiß der Fachmann, was das närrische Volk begehrt.

Happy Trumpets spielen „Hulapalu“

Apropos „Hulapalu“: Das Stück von Andreas Gabalier bekamen die Kostümierten im Verlauf des späten Abends in einer Blasmusikversion zu hören. Verantwortlich dafür waren die Happy Trumpets, die Uwe I. (Beyer) bei seinem Einzug in die Stadthalle begleiteten.

Seine letzten Reserven aktivierte Stadtprinz Uwe I. beim Besuch der „AT“-Weiberfastnachtsparty in der Stadthalle Ahlen. Der Arbeitstag des Regenten hatte bereits um 8 Uhr begonnen.

„Meine letzte Station für heute“, sagte der Stadtprinz nach der Begrüßung durch „AT“-Redaktionsleiterin Maria Kessing und gab zu: „Um 8 Uhr früh ging es heute los, meine Kondition ist mittlerweile am Ende.“

Stadtprinz Uwe I. aktiviert letzte Reserven

Gesagt, und die Aussage prompt mit Lügen gestraft, denn unterstützt von den Happys drehte der Regent noch mal mächtig auf und forderte lautstark mehrmals „Ahlensia Helau“ für den Elferrat, seine ACC-Tanzgarde und die Prinzengarde ein. Einen Gänsehautmoment entfachte die Blaskapelle unter Leitung von Ralf Doodt: Das „Hulapalu“ ließ sie übergangslos in das Steigerlied übergehen. Eine Reminiszenz an das Ende des Bergbaus im vergangenen Jahr.

„Lasst es krachen!“

Stadtprinz Uwe I. warb zum Abschied um Unterstützung beim Rathaussturm am Sonntag und „seinem Traum“, den Rosenmontagsumzug. Für die Damenwelt hatte er eine Botschaft: „Denkt nicht an Eure Männer zu Hause, denkt heute nur an Euch. Lasst es krachen!“

Das brauchte er der versammelten Weiblichkeit nicht zweimal zu sagen. Denn die hatte noch ausreichend Kondition.

Eine Sonderseite zur „AT“-Weiberfastnachtsparty gibt es in der Ausgabe vom 2. März 2019.

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