Abfälle werden gleich weitergeschickt

Ein gewaltiges Areal mit fast 40 000 Quadratmetern wurde abgetragen, auf Kampfmittel untersucht und auch befreit. Das berichtete Bernd Döding, Leiter der Städtischen Umweltbetriebe, am Samstagmorgen, als sich rund 40 Interessierte zum Rundgang über die Baustelle des neuen Baubetriebshofs eingefunden hatten. In zwei Gruppen ging es nach der Vorstellung der Umweltbetriebe über das weitläufige Gelände.

Die Führung übernahm Jan Hintemann, Architekt des Zentralen Liegenschaftsmanagements. Erste Station war das Verwaltungsgebäude. Vom obersten Stock bis in die Sozialräume der Mitarbeiter führte der Weg. „Wir werden über keine Klimaanlage verfügen, aber dafür lassen sich die Fenster hier öffnen. Das fanden die Kollegen angenehmer“, so der Architekt. Er erklärte die innovative Heizung, die mit Holzhackschnitzeln befeuert wird. Darüber hinaus krönt eine Photovoltaikanlage das große Gebäude. „Es wird zwar keine Kantine geben, aber die Kollegen bekommen einen Raum mit der Möglichkeit, sich mitgebrachtes Essen aufzuwärmen“ zeigte Jan Hintemann.

Bei der Grundeinweisung in das Gelände erklärte Bernd Döding den Ablauf der Anlieferung von Wertstoffen. Die passierten zunächst einen Informationsposten. Dann gehe es weiter auf eine Rampe. „So wird das Abladen erleichtert“, zeigte Bernd Döding. Das vereinfache die Abgabe von Wertstoffen und beschleunige den Ablauf. Auch die Müllabfuhr war ein Thema. „Was hier gesammelt wird, wird noch am gleichen Tag weitergeschickt“, machte Bernd Döding deutlich. Denn eine Lagerung von Abfällen sei hier nicht erlaubt.

„Die Notwendigkeit des Neubaus stand schon seit 2008 fest. Die alte Situation war nicht mehr tragbar“, erinnerte Döding. Die Brache des ehemaligen Güterbahnhofs sei zwar kein unproblematisches Gelände gewesen, aber die für Bürger und Mitarbeiter beste Wahl. Der Boden habe bis auf rund 2,5 Meter Tiefe ausgebaggert werden müssen. „Der Kampfmittelräumdienst forderte das und auch die Belastungen durch die Vornutzer machten das nötig.“ Bernd Döding rechnet mit der Schlüsselübergabe für den Juni.

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