„Achillesferse“ weckt Neugier
Bild: Knöpker
Beeindruckende Arbeiten zeigt die Künstlerin Mavi Garcia bis Ende Juli in der Stadtgalerie Ahlen. Mit einer Performance wird „Achillesferse“ am morgigen Freitag, 30. Juni, um 19 Uhr eröffnet.
Bild: Knöpker

Mit einer Performance eröffnen sie um 19 Uhr die Präsentation „Achillesferse“ in der Stadtgalerie. Als Künstlerin haben sie Mavi Garcia gewonnen, die bis Sonntag, 30. Juli, einen Teil ihrer beeindruckenden Objekte und Installationen zeigen wird. Mehr wollen die Organisatoren nicht verraten. Aber eines macht Andrea Bergmann deutlich: Niemand muss die Performance aktiv mitgestalten, alles beruht auf Freiwilligkeit.

„Meine Ideen entnehme ich dem Alltag, den Situationen und Begegnungen mit Menschen, aber auch der Politik“, berichtet die im spanischen Malaga geborene und schon seit mehr als 20 Jahren in Deutschland lebende Künstlerin. Einen Tag nach der Ausstellungseröffnung wird sie sich am Samstag, 1. Juli, von 11 bis 12 Uhr mit Florian Zeeh in einer weiteren Performance auf dem Marienplatz vorstellen. Es ist der erste Teil einer Trilogie, die die beiden Künstler in den vergangenen Jahren gemeinsam entwickelt haben, und heißt „Perpetuum“.

Beide befinden sich in einer von außen schwarzen, menschengroßen Kiste, in die von allen Seiten kleine Gucklöcher in unterschiedlicher Höhe eingelassen sind, durch die die Besucher das Geschehen im Innern verfolgen können. Das Innere der Kiste ist beengt, heiß und stickig. In der circa 45-minütigen Schau kreist das Wasser. Die Aufgabe der Aktionisten besteht darin, das Wasser immerzu rundherum zu transportieren. In kreisförmiger Unbewegtheit verzehren sie sich, um den letzten Tropfen zu verschenken. Dabei bleibt im besten Fall mal ein Tropfen für sie übrig – sie dursten. Und alle bleiben durstig.

Mit der völligen Sinnlosigkeit des Vorgangs behandeln die Künstler das Thema Arbeit und Arbeitsmoral, die Sinnhaftigkeit oder Sinnlosigkeit von Arbeit als einem entfremdeten Schaffensprozess. Die Ahlener sind eingeladen, den Vorgang durch die Gucklöcher zu betrachten und mit anderen Beobachtern in Kommunikation zu treten. Zu einem Rundgang durch die Ausstellung lädt der Kunstverein für Donnerstag, 13. Juli, ab 19 Uhr in die Stadtgalerie ein.

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