Action-Markt eher für Hamm schädlich
Für das Zeppelincarrée als Standort für einen Action-Markt in Ahlen spricht sich nun auch Die Linke aus. Dies ist am Montag im Hauptausschuss deutlich geworden.

Der rege Austausch mit Ahlenern auf der Internetplattform Facebook habe zu Jenkels Meinungsumschwung geführt. „Viele Bürger fahren gezielt zum Action-Markt nach Hamm-Herringen und tätigen dort auch ihre restlichen Einkäufe“, fasste er seine Erkenntnisse zusammen. „Eine Filiale im Zeppelincarrée ist weniger für unsere Innenstadt, sondern eher für Hamm schädlich“, meinte Jenkel. Er bat CDU und SPD, ihre Positionen zu überdenken und die Abstimmung über die Beschlussvorlage in der Ratssitzung am kommenden Donnerstag freizugeben.

Bürgermeister und Ausschussvorsitzender Dr. Alexander Berger wiederholte den Standpunkt der Verwaltung: Ein Action-Markt in Ahlen sei willkommen, aber nicht an der Rottmannstraße. „Unser Einzelhandelskonzept dient dem Schutz und der Wettbewerbsfähigkeit der Innenstadt“, so Berger. „Daher müssen wir einen Standort finden, der sich mit den Vorgaben des Konzeptes deckt.“ Er betonte, dass die Stadt im Dialog mit dem Konzern stünde.

Stadtplaner Markus Gantefort ergänzte, dass eine Kontaktaufnahme der Verwaltung mit Action erst nach einigen Wochen erwidert worden sei. „Es ist der Wunsch von Action, dass Klarheit geschaffen wird“, spielte er auf den von der Verwaltung anvisierten Bebauungsplan an, mit dem die Bauvoranfrage von Action negativ beschieden werden soll. Stadtbaurat Andreas Mentz zog ebenfalls das vom Rat beschlossene Einzelhandelskonzept heran: Zentrenrelevante Sortimente – 65 Prozent des Action-Angebotes – sollten auf die Innenstadt konzentriert werden.

„Kann die Verwaltung gewährleisten, dass es in der Innenstadt einen geeigneten Standort für Action gibt?“, wollte Petra Pähler-Paul (Bündnis 90 / Die Grünen) wissen. Sie gab zu bedenken, dass bei einem Votum gegen das Zeppelincarrée der Eindruck entstehen könne, dass der Rat an den Bedürfnissen von Teilen der Bevölkerung „vorbei entscheidet“. Und weiter: „Wenn ein Action-Markt dann doch nicht nach Ahlen kommt, steht der Rat wie eine Geschmackspolizei dar.“

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