Ältere Menschen sind häufig Opfer
Die Polizei warnt vor Ganoven, die häufig ältere Menschen als Opfer aussuchen.

 „Wir kennen uns doch, haben wir nicht bei Ihnen neulich mal gearbeitet?“ Der ältere Herr stutzte, sollten die beiden etwa Angestellte des Elektrounternehmens sein, das kürzlich in seinem Haus war?

Das auswärtige Kennzeichen am Bully jedoch ließ anderes vermuten.

Kaum waren die älteren Herrschaften, inzwischen misstrauisch geworden, nach dem Einkauf wieder zu Hause in Ahlen, klingelte es auch schon an der Tür, und die Männer standen davor. Sie hatten dem Ehepaar zuvor die Adresse entlockt.

Auf die Frage, was sie denn wünschten, meinten sie, man wolle das Ehepaar nur mal eben besuchen und ein bisschen plaudern. Außerdem habe die Frau ihnen angeboten, ihnen Schmuck zu verkaufen, behaupteten sie.

Als die Hausherrin das hörte, drohte sie mit der Polizei. Die beiden ungebetenen Gäste ergriffen daraufhin die Flucht.

„Das ist eine durchaus gängige Masche“, sagt dazu Dagmar Artmeier von der Kreispolizeibehörde in Warendorf. Gerade sei aus Beckum von zwei ähnlichen Fällen berichtet worden. Dort hätten die Ganoven allerdings versucht, den älteren Herrschaften Lederjacken zu verkaufen.

Artmeier rät allen Personen, denen sich Menschen anbiedern, die sie nicht kennen, das sofort zum Ausdruck zu bringen. „Die Leute schämen sich häufig, weil sie sich vermeintlich nicht erinnern. Das ist auch der Grund, warum die Ganoven meist ältere Leute ansprechen.“

Sie rät allen, immer misstrauisch zu sein und sich zur Wehr zu setzen, auch wenn man vermeintlich verbal gegen die Leute nicht anzukommen glaube.

Weitere Hintergründe in der Ausgabe vom 13. August 2011.

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