Äste und Löcher: Eisfläche eine Buckelpiste
Bilder: Detlef Peter Jotzeit
Sie versuchen zu retten, was noch zu retten ist: (v. l.) Josef Ringhoff, Thomas Schliewe und Joachim Adomat befreien die Eisfläche im Berliner Park von Steinen und Ästen.
Bilder: Detlef Peter Jotzeit

Faustgroße Steine, kleine und große Äste sowie zahlreiche Eisstücke ragen aus dem gefrorenen Nass heraus. „Über Nacht sind da noch Strohballen hinzugekommen“, ärgert sich der Leiter der Bädergesellschaft Ahlen. Die waren am Tag zuvor als mögliche Sitz- und Ruheflächen für die Kufenflitzer an den Rand der Senke gelegt worden. Einen Teil der Ballen hatten Unverbesserliche nachts aufs Eis geworfen. „Und da ist das Stroh natürlich festgefroren“, so Schliewe.

Es sei schade, dass die Fläche so stark beschädigt und verschmutzt worden sei, sagt der Leiter der Bädergesellschaft, der in den vergangenen Tagen die Bemühungen um die Eisbahn vor seiner Tür als „guter Nachbar“ intensiv verfolgt hat. „Da wird mal was für die Bürger gemacht, und einige wenige machen einfach alles kaputt“, stellt er resignierend fest.

Nachbar Thomas Schliewe packt spontan mit an.
Am Montagnachmittag hätten sich wohl einige unentwegte Eishockeyfans auf die Fläche getraut, berichtet er. Denen hätten die Dellen und Unebenheiten im Eis wohl nichts ausgemacht. Aber für ganz normale Schlittschuhläufer oder gar Kinder sei das wohl zu gefährlich. Aber noch sei Hoffnung in Sicht.

„Wir versuchen zu retten, was noch zu retten ist“, sagt Schliewe. Mit viel Kraft entfernt er mit seinem großen Schneeschieber festgefrorene Eisstücke und Strohreste von der Eisfläche. Tatkräftig unterstützt wird er dabei von Josef Ringhoff und Joachim Adomat. Die beiden Mitarbeiter der Ahlener Umweltbetriebe bemühen sich ebenfalls, die Fläche zu glätten und eventuell doch noch für die Allgemeinheit befahrbar zu machen. „Damit der Aufwand nicht ganz umsonst war“, sagt Ringhoff.

Einige Tausend Liter Wasser werden noch mit einem Schlauch auf die Fläche gespritzt, in der Hoffnung, dass die bevorstehende eiskalte Nacht den Rest erledigt und sich die Senke doch noch in ein Paradies für Eisläufer verwandelt.

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