Ahlen: Jugendliche wollen mitgestalten
Bild: Lange
Sie stellten im Jugendhilfeausschuss vor, was sich Jugendliche in Ahlen wünschen: (v. l.) Karim Blanz, Danielle Poimer und Fabian Rodenwald.
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Karim Blanz (16), Danielle Poimer und Fabian Rodenwald (beide 15) präsentierten unter der Überschrift „Ahlen neu denken“ eine Bestandsanalyse des Freizeitangebots für Jugendliche. Der Internetauftritt der Stadt Ahlen kam dabei denkbar schlecht weg.

Schlechte Noten für Web-Auftritt der Stadt

„Man muss ewig scrollen, um zu den Veranstaltungen zu gelangen“, sagte und demonstrierte Karim Blanz, Schüler der Fritz-Winter-Gesamtschule. Warum werde die Stadt also nicht bei Instagram aktiv? „Das nutzen wir täglich“, so Blanz. Auf die Bemerkung aus dem Ausschuss, die Verwaltung sei bei Facebook, entgegnete er: „Facebook ist eher etwas für Ältere.“

Ebenfalls kein gutes Zeugnis stellten die drei Schüler dem Jugendzentrum Ost aus. „Kriminalität steht dort auf der Tagesordnung“, meinte Danielle Poimer (St.-Michael-Gymnasium), dass dies kein beliebter Treffpunkt für ihre Generation sei.

Dirt-Bike-Bahn im Berliner Park kommt gut an

Orte der Zusammenkünfte seien stattdessen, wie Fabian Rodenwald (ebenfalls St.-Michael-Gymnasium) ergänzte, die Dirt-Bike-Bahn im Berliner Park und das JuK-Haus – mit der Einschränkung, dass es dort viele geschlossene Gruppen gebe, die den Zugang für spontan dazu stoßende Jugendliche erschwerten.

Jugendliche in Ahlen wollen mitbestimmen – das wurde deutlich. Und das betonte auch Fabian Rodenwald. Umgesetzt werden könne dies mit einer Jugendkonferenz, einem Jugendrat oder mit Expertengruppen zu aktuellen Themen.

Mehr im „AT“ vom 14. September 2019.

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