„Ahlen“ fliegt wieder in ganz Europa
Bild: Michael Fritz/Flughafen München
Auf dem Flughafen München: Die neue Lufthansa-Ahlen in aktuellem Design der Star Alliance. Die Taufe auf den Namen Ahlen hatte im April 2012 der aus Ahlen stammende Chef des Flughafens München, Dr. Michael Kerkloh, initiiert.
Bild: Michael Fritz/Flughafen München

Weniger der Wechsel von Düsseldorf zur Lufthansa-Basis in München, sondern mehr die unerwartete Namensänderung hatte vor fünf Jahren in Ahlen für Verwunderung gesorgt. Was war geschehen? Ohne Ankündigung war plötzlich aus der „Ahlen“ die „Hanau“ geworden. „Ein bedauerlicher Irrtum“, wie seinerzeit ein Lufthansa-Sprecher einräumte. Passiert war es bei einem der routinemäßigen Instandhaltungs-Checks, denen sich Flugzeuge regelmäßig unterziehen müssen. Der Konzern gelobte Besserung, mit dem nächsten Check sollte der Fauxpas behoben werden.

Airbus erstrahlt im frischen Design der Lufthansa

Und tatsächlich: Mit dem aktuellen Sommerflugplan ist die „Zulu-Hotel“, wie sie im Lufthansa internen Jargon heißt (abgeleitet vom Rufzeichen D-AIZH), nicht nur wieder als „Ahlen“ am Himmel und auf den Airports zu sehen, sie erstrahlt auch in neuer „Star Alliance“-Optik. „Lufthansa unterzieht ihre Flugzeuge einem sehr engen Wartungsintervall. Genauso regelmäßig werden Lufthansa-Flugzeuge lackiert, nämlich alle sieben Jahre. So strahlt auch die „Ahlen“ wieder in einem frischen Design und weist damit auf unser weltweites Airlines-Bündnis hin“, sagt Bettina Rittberger, Sprecherin der Lufthansa am Flughafen München.

Lufthansa freue sich, so Rittberger, dass die „Ahlen“ zu den ersten Flugzeugen im neuen Design gehöre. „Von den rund 300 Flugzeugen der Flotte sind bisher rund 60 Flugzeuge umlackiert worden.“ Die neue Lufthansa-Lackierung sei Teil des neuen Erscheinungsbildes der Airline und zeige „den modernen Premium-Anspruch“. Rumpf, Tragflächen und Triebwerke der „Ahlen“ seien komplett in strahlendem Weiß lackiert. Das tiefblaue Leitwerk sei optisch verlängert. Blau sei dabei die führende Farbe und Ausdruck von „Premium“. Gelb übernehme indes andere Funktionen. „Man findet das Lufthansa-Gelb zum Beispiel als Wegweiser an den Flughäfen, auf der Lufthansa App oder den Accessoires der Flugbegleiter“, so die Unternehmenssprecherin.

Flughafen-Chef Kerkloh war Ideengeber

Die Taufe auf den Namen Ahlen hatte im April 2012 der aus Ahlen stammende Chef des Flughafens München, Dr. Michael Kerkloh, initiiert. Zum Jahresende tritt er nach mehr als 17 Dienstjahren als Geschäftsführer des nach Frankfurt zweitgrößten deutschen Flughafens in den Ruhestand.

Auch die „Gütersloh“ fliegt

Neben der „Ahlen“ fliegen noch einige andere Flugzeuge der Lufthansa mit dem Namen von Städten aus der Region: So gibt es die „Gütersloh“, die „Lippstadt“, die „Paderborn§ und, seit Kurzem, die „Bielefeld“ (alles Airbus A 321) sowie die „Münster“ und die „Herford“ (Airbus A320).

ICE tragen ebenfalls Städtenamen

Die Deutsche Bahn benennt ihre ICE zum Teil nach Städten. Auf deutschen Gleisen sind unter anderem Züge mit den Namen „Gütersloh“, „Hamm“, „Münster“ und „Bielefeld“ unterwegs.

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