Ahlen peilt Titel als Fair-Trade-Stadt an

Wollen Ahlen zu einer „Fairtrade-Stadt“ machen: (v. l.) Petra Uhlig, Petra Braach, Jutta Maier, Werner Fischer, Bürgermeister Benedikt Ruhmöller, Kristin Duwenbeck, Christiana Diallo-Morick, Christina Klang, Rudolf Blauth und Ulrike Salisch.

Bild: Hübl

„Wir wollen eine Fairtrade-Stadt werden“, erklärte Ruhmöller. Um diesen Titel zu erhalten, muss die Stadt fünf Kriterien erfüllen. Zum einen müssen bei Ratssitzungen und im Bürgermeisterbüro Fairtrade-Kaffee ausgeschenkt sowie ein weiteres Fairtrade-Produkt verwendet werden. Zum anderen muss eine Steuerungsgruppe mit Verwaltung, Einzelhandel und Eine-Welt-Laden ins Leben gerufen werden.

Mindestens acht Einzelhändler und sechs Gastronomiebetriebe sowie Schulen, Vereine und Kirchen müssen sich verpflichten, Fairtrade-Produkte anzubieten. Außerdem soll das Thema in der Bildungsarbeit thematisiert werden. Wenn dann auch noch vier Zeitungsartikel zu dem Thema erscheinen, dann wird Ahlen in die Liste der „Fairtrade-Städte“ aufgenommen.

Im Bundesgebiet haben mehr als 200 Städte die Vorgaben bereits erfüllt. Und für Ruhmöller steht es außer Frage, dass seine Stadt sich in die Liste einreiht. „Die große Runde, in der wir hier sitzen, macht Mut, auf den Titel Fairtrade-Stadt zuzusteuern“, sagte der Bürgermeister. „Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen wir viel Unterstützung. Alleine schaffen wir das nicht.“ Aber Ruhmöller ist optimistisch, dem angestrebten Ziel zum Jahreswechsel ein Stück näher gekommen zu sein. Dabei gehe es nicht nur um Kaffee, machte er deutlich. Auch Produkte wie Kakao, Tee, Zucker, Süßigkeiten, Wein, Blumen, Textilien oder Fußbälle müssten fair gehandelt werden. „Wir wollen mit unserem Handeln dazu beitragen, dass es gerechter zugeht. Auch wenn es etwas mehr kostet.“

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