Ahlener Appell für mehr Zivilcourage
Bild: Knöpker
 Mit einigen Veranstaltungen wollen Unterzeichner des Ahlener Appells ein Zeichen zum Thema  Zivilcourage  setzen. Das Bild zeigt (v. l.) Mathias Tauche, Sven Hanses, Marcus Schneider, Hatice Yesilyaprak, Ilkay Danismaz, Wieland Busse, Angelina Veit, Jan Fillinger, Lars Koenig und Birgit Marquardt.  
Bild: Knöpker

Aktuell haben 30 Vereine und Organisationen sowie 330 Einzelpersonen den Aufruf für eine mutige und bunte Zivilgesellschaft unterschrieben. Die Gründung der Initiative erfolgte nach einer Veranstaltung der Alternative für Deutschland (Afd) am 13. April 2018 in der Ahlener Stadthalle. Gastredner damals war der Rechtspopulist Björn Höcke.

Zusammenschluss ist überparteilich

„Für Parteipolitik hat der Ahlener Appell keinen Platz“, machte Marcus Schneider zu Beginn deutlich und berichtete, dass die Christdemokraten zwar inhaltlich hinter dem Wortlaut des Appells stünden, eine Zusammenarbeit mit den Unterzeichnern aber ablehnten. FBS-Leiter Lars Koenig hat Referenten für ein „Stammtisch-Kämpferseminar“ und einen Vortrag „Aufstehen gegen Rassismus“ kontaktiert. So bieten die Verantwortlichen der Villa ten Hompel in Münster eine Multiplikatoren-Schulung an. Und das Essener Büro der Organisation „Aufstehen gegen Rassismus“ wird für eine Abendveranstaltung am Dienstag, 9. Juni, in der FBS Eckhard Köpsell, Coach und Supervisor aus Bochum, schicken.

Aussteiger aus rechter Szene als Referent angefragt

Für das St.-Michael-Gymnasium schlug Jan Fillinger eine Zusammenarbeit anlässlich eines „Tags gegen Rechts“ an der Schule vor. Angedacht sind Werkstätten, die am Abend mit Vorträgen ergänzt werden könnten. Mit einem „Aussteiger“ aus der rechten Szene habe er schon einen Referenten angefragt. Mathias Tauche von Ahlen-TV möchte eine Gesprächsrunde in Kooperation mit seinen Fernsehkollegen aus Castrop-Rauxel zum Thema vorbereiten.

Angelina Veit und Birgit Marquardt kündigten als Mitarbeiterinnen des Caritasverbandes für das Dekanat Ahlen das Projekt „Hand in Hand – Rettungskette für Menschenrechte“ an. Am Samstag, 16. Mai, sollen von 10 bis 12 Uhr viele Menschen ein Zeichen für mehr Menschlichkeit und gegen das Sterben von Flüchtlingen im Mittelmeer setzen.

Erstes Vortreffen am 27. Februar

Ein erstes Vortreffen findet am Donnerstag, 27. Februar, ab 18 Uhr beim Caritasverband an der Rottmannstraße statt.

 Anmeldungen sind möglich bei Angelina Veit, Telefon 02382/893141, E-Mail: a.veit@caritas-ahlen.de. Das nächste Treffen des Ahlener Appells ist am Montag, 23. März, ab 19 Uhr im Parteibüro der Linken, Klosterstraße 16.

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