„Ahlener Appell“ - mehr Infos gefragt
Die Stadtverwaltung soll die Politik über den „Ahlener Appell“ vernünftig informieren. Das forderten die Politiker im Hauptausschuss.

Gleiches gilt für die Ratssitzung am Dienstag. Die Verwaltung solle das Thema in einer neuen Vorlage für die Politik nochmals ordentlich darstellen und nacharbeiten, sagte SPD-Fraktionschefin Gabriele Duhme. Denn hinter dem „Ahlener Appell“ stecke eine gute Absicht. Dahinter stünden integre Personen.

SPD will keine Kampfabstimmung

Man wolle keine Kampfabstimmung, unterstrich Duhme. Ein Problem sei unter anderem auch, dass der Text des Appells inzwischen so oft gekürzt worden sei, dass er so langsam beliebig wirke, meinte die Sozialdemokratin.

CDU übt Kritik

Zuvor hatte die CDU in Person von Ratsmitglied Erhard Richard Kritik an der Vorlage zum „Ahlener Appell“ geübt. Unter anderem sei in dem einseitigen Papier des „Ahlener Appells“ das Wort Ahlen viermal handschriftlich eingefügt worden, meinte Richard. Unter anderem werde überhaupt nicht klar, welche Personen eigentlich verantwortlich seien. „Vieles bleibt nebulös und unausgegoren“, bemängelte der Vorhelmer. „Wir sind mit der Vorlage unzufrieden.“

Ziel: breites Bündnis gegen Rechtsextreme

Reiner Jenkel (Die Linke) berichtete, er sei bei der Entstehung dabei gewesen und habe sich dann zurückgezogen. Die Idee sei gewesen, ein breites Bündnis gegen rechtsextreme Strömungen zu schmieden, ohne eine Partei angreifen zu wollen.

In dem „Ahlener Appell“ heißt es, dass dieser die Zivilgesellschaft aufrufe, angesichts der Zunahme an rechtspopulistischen Tendenzen in Deutschland ein klares Zeichen zu setzen, „für die offene, freie, demokratische und solidarische Gemeinschaft“. Hetze, Hass, Gewalt und Rassismus werde darin mit einer couragierten Haltung entgegengetreten.

Mehr in der Ausgabe vom 29. Mai 2019

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