Ahlener FDP ist gegen zweite Gesamtschule
Bild: Kessing
Für die Ahlener FDP haben sich Britta Tomsa und Norbert Fleischer in puncto zweite Gesamtschule positioniert
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In einem Pressgespräch positionierten sich jetzt Fraktionsvize Norbert Fleischer und die FDP-Schulexpertin Britta Tomsa für die weitere Diskussion. Die Blau-Gelben wollen die Schul-Vielfalt in Ahlen erhalten. Sie befürchten durch eine zweite Gesamtschule am Standort der Sekundarschule negative Auswirkungen für die Overbergschule und die Oberstufen der Berufskollegs sowie des Städtischen Gymnasiums.

„Kleine Klassen sind immer besser“

In der Schullandschaft in Ahlen sei die Sekundarschule aufgrund ihres günstigen Schüler-Lehrer-Verhältnisses gut aufgestellt. „Kleine Klassen sind immer vorteilhafter“, sagte Norbert Fleischer. „Wir machen nichts besser, wenn wir das Schild an der Sekundarschule austauschen.“

Die Overbergschule sei eine hoch akzeptierte Einrichtung, vor allem beim Handwerk. Die Schüler bekämen dort eine gute Ausbildung und würden auf handwerkliche Berufe vorbereitet. Die Vermittlungsquote bei den Abgängern liege bei 100 Prozent.

Auch das Gymnasium hat eine hohe Akzeptanz

Auch das Städtische Gymnasium, das im nächsten Schuljahr wieder vierzügig sei, habe eine hohe Akzeptanz. Gleiches gelte für die Berufskollegs, die gerade auch die Nachfragen der Industrie stark befriedige. Deshalb gehe eine zweite Gesamtschule auch zulasten der Wirtschaft.

Elternbefragung ist schwierig

Die FDP versteht, dass der Elternwunsch nach der Anmeldung an einer Gesamtschule groß sei – aber das gelte für die Fritz-Winter-Gesamtschule. Eine Elternbefragung, vor allem die Fragestellung, halten die Liberalen deshalb für schwierig.

Vorgezogenes Anmeldeverfahren ist problematisch

Problematisch sei zudem das vorgezogene Anmeldeverfahren an der Gesamtschule, das mache auch der Sekundarschule das Leben schwer, die sich bis jetzt nicht richtig gefunden habe, so Britta Tomsa, die sich darüber ärgert, dass diese immer noch als Realschule ausgeschildert sei.

Schüler in Ahlen gleichmäßig verteilen

„Wir müssen das Problem der gleichwertigen Schülerverteilung in Ahlen lösen“, sagte Norbert Fleischer. Dabei sei Förderung entscheidend, wie sie demnächst die Talentschule bekomme. Die Liberalen wollen deshalb nicht um jeden Preis eine zweite Gesamtschule. Wenn, sei nur eine Zusammenlegung der Sekundarschule mit der Fritz-Winter-Gesamtschule als zwölfzügige Einrichtung sinnvoll gewesen. Dies habe die Bezirksregierung jedoch abgelehnt.

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