Ahlener fiebern mit bei der Fußball-WM
Bilder: Jotzeit (4), Wegner (1)
Die Fußball-WM haben Dirk Neuhaus, Willi Stroband, Alexandra Bode, Willi Pott und Oliver Moor fest im Blick.
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Dirk Neuhaus, Vorsitzender von Rot-Weiß Ahlen, freut sich auf die heute beginnende Fußball-WM. „Deutschland schafft es auf jeden Fall bis unter die letzten Vier“, ist sich der Fußballexperte sicher. Seiner Meinung nach hat die Mannschaft aus Brasilien allerdings die besten Chancen, den Titel zu holen. Als Grund für seine Einschätzung nennt er den Heimvorteil. Der dürfe gerade bei so wichtigen Spielen nicht unterschätzt werden, weiß er aus seiner langjährigen Fußballerfahrung. Die Spiele der Löw-Truppe will sich Neuhaus auf jeden Fall im Freundes- und Bekanntenkreis ansehen. „Natürlich bei einem kühlen Blonden und Würstchen vom Grill.“ Toll sei dabei, dass die eigene Vereinssympathie keine Rolle mehr spiele. „Wir halten alle zu Deutschland.“

Willi Stroband, fußballbegeisterter Pfarrer in Ahlen, ist sich sicher: „Deutschland wird Weltmeister, keine Frage.“ Als Gegner im Endspiel prophezeit er das Team aus Belgien. „Die sind gut und haben Willi, das Kampfschwein, als Trainer“, erklärt der Fußballexperte. Ermutigt habe ihn am Freitag die zweite Halbzeit gegen Armenien, „sagenhaft“. Nun hofft er auf Jogi Löws Erfahrenheit bei der Spielerauswahl und ein entsprechend gutes Händchen. Gerne gesehen hätte er, wenn man Klaas-Jan Huntelaar, niederländischer Fußballspieler und seit August 2010 Stürmer des FC Schalke 04, eingebürgert hätte, hat er einen nicht ganz ernst gemeinten Tipp parat. „Der hätte uns als Mittelstürmer bestimmt gut getan“, so der eingefleischte Schalke-Fan.

Alexandra Bode, torgefährliche Fußballerin der Damenmannschaft von Rot-Weiß Ahlen (Bezirksliga), glaubt nicht an einen Sieg der deutschen Mannschaft bei der WM. „Wir kommen nur bis zum Viertelfinale, danach fliegen wir raus“, meint die 19-Jährige, die seit fünf Jahren dem Ball auf dem Fußballfeld hinterherjagt. Als heiße Anwärter auf den WM-Titel sieht sie Brasilien und Portugal. Ganz sicher sei sie sich noch nicht, doch beide Mannschaften hätten gute Einzelspieler und zeigten echten Teamgeist. Sie persönlich bedauert, dass Marco Reus verletzungsbedingt nicht im Löw-Team mitspielt. „Der hat zuletzt starke Spiele gemacht.“ Verfolgen will die Gymnasiastin alle Spiele, am liebsten im Kino oder im Paul-Gerhardt-Gemeindesaal.

Willi Pott,  Ahlener Urgestein und 17 Jahre lang Mannschaftsbetreuer und treue Seele von LR Ahlen und Rot-Weiß Ahlen, ist verhalten optimistisch. „Aufgrund der Kaderzusammenstellung mit nur einer Spitze war ich anfangs total skeptisch“, gesteht der 79-Jährige ein. Doch die zweite Halbzeit gegen Armenien habe ihn versöhnlicher gestimmt. „Die Vorrunde überstehen wir wohl.“ Besonders Klose habe ihn überzeugt. „Wenn der gefüttert wird, ist er auch mit 36 Jahren brandgefährlich.“ Schade sei, dass Torjäger Stefan Kießling nicht nominiert worden sei. „Den WM-Titel holen die Südamerikaner“, ist sich Pott sicher mit Hinweis auf die bessere Angepasstheit dieser Mannschaften ans Klima. Brasilien und Argentinien seien wohl die Favoriten.

Oliver Moor  ist absolut zuversichtlich: „Es kann nur einen Weltmeister geben, und das ist natürlich Deutschland.“ Schwächen, die in einigen Spielen sichtbar geworden seien, gehörten der Vergangenheit an. Und auch der bedauerliche Ausfall von Marco Reus könne verkraftet werden. „Deutschland ist halt eine Turniermannschaft und wird von Spiel zu Spiel stärker“, begründet der 44-Jährige seinen Optimismus. Brasilien sei zwar ebenfalls sehr stark, „aber nicht stark genug für uns“. Ein Garant für den erhofften Sieg sei das offensive Mittelfeld. „Das ist unsere Stärke. Nur in der Abwehr müssen wir aufpassen.“ Ansehen will sich Moor die Spiele mit Freunden auf Public-Viewings. „Das macht am meisten Spaß.“

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