Ahlener machen mobil gegen Neonazi-Partei
Bild: Rademacher
Zum lautstarken Protest gegen die Kundgebung der Neonazis haben sich am Dienstagnachmittag am Sidney-Hinds-Park gegenüber des Bahnhofs rund 80 Ahlener versammelt.
Bild: Rademacher

Pünktlich um 17 Uhr fuhr der Bulli mit etwa zehn Vertretern der rechtsradikalen Splitterpartei vor, dabei auch Siegfried Roland Borchardt, genannt „SS-Siggi“, ein mehrfach vorbestrafter Aktivist aus Dortmund, und der Bundesvorsitzende Sascha Krolzig aus Hamm.

Sammelbecken von Neonazis

Der Landesverband Nordrhein-Westfalen der Partei Die Rechte ist laut Verfassungsschutzbericht NRW vor allem ein Sammelbecken von Neonazis, die aus den 2012 verbotenen Kameradschaften kommen.

Bereits eine halbe Stunde zuvor hatten sich die Teilnehmer einer Gegendemonstration eingefunden, die erst mittags bei der Polizei angemeldet worden war. Diese war mit mehreren Beamten vor Ort, um einen friedlichen Ablauf sicherzustellen.

„Nationalismus raus aus den Köpfen“

„Schon Oma wusste, Nazis sind scheiße“, stand auf einem der mitgebrachten Plakate. SPD-Vizevorsitzender Frederik Werning hatte ein Megafon mitgebracht und skandierte „Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda“, „Nationalismus raus aus den Köpfen“, „Ihr habt den Krieg verloren“, und „Nieder mit der Nazi-Pest, ob in Ost oder West“.

„Wir hängen nicht nur Plakate auf“

 „Wir hängen nicht nur Plakate auf“, stand auf einem der Transparente, die die Rechte vor dem Bahnhof aufgestellt hatten. Ein Werbeslogan lautete „Israel ist unser Unglück“, er bezieht sich auf die NSDAP-Parole „Die Juden sind unser Unglück“. 

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